Fortuna Düsseldorf atmet auf: Nach fünf Niederlagen in Serie gelang der Mannschaft von Trainer Alexander Ende ein entscheidender 3:1-Sieg gegen Dynamo Dresden. Es war das Heimdebüt des 46-jährigen Trainers, der erst vor wenigen Wochen nach einem 0:6 in Münster entlassen wurde und dann überraschend in Düsseldorf anheuerte.
Riskanter Plan mit Christopher Lenz
Besonders bemerkenswert war der Einsatz von Linksverteidiger Christopher Lenz (31). Der eigentlich angeschlagene Spieler mit Wadenproblemen stand überraschend in der Startelf. Ende enthüllte nach dem Spiel den riskanten Plan: „20 bis 25 Minuten waren angesetzt. Länger geht eigentlich nicht. Aber wir brauchten diesen ersten Impuls.“ Lenz übertraf alle Erwartungen und hielt fast 45 Minuten durch. „Wenn du die Physios fragst, war das eigentlich unverantwortlich. Aber er hat alles für die Mannschaft gegeben“, so Ende.
Lenz' Opfergang und die Folgen
Kurz vor der Pause musste Lenz beim Stand von 2:0 vom Platz. Für ihn kam Luca Raimund (21), der nach der Halbzeit das 3:0 erzielte. Ende gab vorsichtig Entwarnung: „Ich denke, es war nur ein Krampf. Hoffentlich ist nichts kaputt.“ Trotz zehn Ausfällen kämpfte sich die Mannschaft durch. In der Schlussphase waren Spieler wie Shinta Appelkamp (25) und Sotiris (24) völlig erschöpft.
Kurioser Zettel mit taktischen Anweisungen
Weil die Kommunikation auf dem Platz kaum noch funktionierte, musste ein großer Zettel mit taktischen Anweisungen herumgereicht werden – doch kaum jemand konnte ihn lesen. Grund: die Handschrift der Co-Trainer. Ende nahm es mit Humor: „Die schicken wir noch mal eine Woche in die Schule!“
Die Fans waren außer Rand und Band und peitschten die Mannschaft lautstark nach vorne. Der Sieg könnte der große Befreiungsschlag im Abstiegskampf der 2. Liga sein.



