Der VfL Wolfsburg steckt tief im Abstiegskampf der Bundesliga. Nach dem torlosen Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz nur noch einen Punkt. In dieser angespannten Situation sorgte eine Frage eines Reporters für Aufregung – und brachte Trainer Dieter Hecking in Rage.
Hecking kritisiert Frage nach Spielerzukunft
Nach dem Spiel hatte ein Journalist den 21-jährigen Angreifer Dzenan Pejcinovic nach dessen persönlicher Zukunft gefragt, obwohl dieser noch einen Vertrag bis Sommer 2029 besitzt. Pejcinovic antwortete diplomatisch: „Das ist gar kein Thema.“ Doch diese Frage gefiel Hecking überhaupt nicht. In der Pressekonferenz nach der Partie ließ der 61-Jährige seinem Unmut freien Lauf: „Was mich ein bisschen stört ist, wie ich es gerade im Vorbeigehen mitbekommen habe, nach der Zukunft unserer Spieler zu fragen. In so einer Situation nach dem Spiel ist das für mich nicht in Ordnung.“
Hecking fordert Respekt für Spieler
Der ehemalige Gladbach-Trainer (Dezember 2016 bis Sommer 2019) betonte: „Ich glaube, dass unsere Spieler, und das hat man gegen Gladbach auch gesehen, alles reinwerfen für den VfL Wolfsburg und unbedingt den Klassenerhalt schaffen wollen. Ich finde es nicht gut, wenn meine Spieler ständig mit solchen Fragen konfrontiert werden, was sie denken nach der Saison zu machen. Das ist in der jetzigen Situation nicht die passende Frage. Und ich möchte euch einfach bitten, da ein bisschen Rücksicht drauf zu nehmen. Die Fragen können sie dann stellen, wenn Entscheidungen gefallen sind und wir wissen, wo wir stehen und in welcher Liga wir spielen werden. Dann kann man diese Frage natürlich selbstverständlich stellen. Aber nicht nach so einem Spiel.“
Heckings eigene Zukunft ungewiss
Bei seiner Person sind Nachfragen zur Zukunft übrigens unnötig. Denn Stand jetzt ist Heckings Vertragssituation eindeutig. Sein VfL-Arbeitspapier ist nur für diese Spielzeit gültig. Ab Sommer müsste Wolfsburg signalisieren, ob es den Wunsch auf eine Verlängerung gibt. Der Trainer selbst hält sich bedeckt.
Der VfL Wolfsburg steckt im Schneckenrennen um den Klassenerhalt. Der Druck wächst, und die Nerven liegen blank. Heckings deutliche Worte zeigen, wie sehr die Situation an ihm und der Mannschaft zerrt. Ob die Spieler die nötige Ruhe bewahren können, um den Abstieg doch noch zu vermeiden, bleibt abzuwarten.



