Die sportliche Krise bei Eintracht Frankfurt spitzt sich zu. Nach dem enttäuschenden 1:2 zu Hause gegen den Hamburger SV steht Trainer Albert Riera massiv in der Kritik. Sportvorstand Markus Krösche vermied jedoch ein klares Bekenntnis zu dem Spanier.
Krösche: „Heute ist der Trainer kein Thema“
Auf die Frage nach der Zukunft von Riera antwortete Krösche ausweichend: „Heute ist der Trainer kein Thema.“ Eine klare Jobgarantie für die kommenden Tage wollte er nicht aussprechen. „Am Ende geht es letztendlich um die Leistung der Mannschaft, und da muss man sagen: Das ist es diese Saison gerade in solchen wichtigen Spielen nicht ausreichend“, so der Sportvorstand.
Rieras denkwürdige Pressekonferenz
Bereits einen Tag vor der Partie hatte Riera mit einer ungewöhnlichen Pressekonferenz für Schlagzeilen gesorgt. Er bezeichnete Medienberichte über angebliche Spannungen mit Nationalspieler Jonathan Burkardt als „totalen Bullshit“. Hintergrund war ein angeblicher Streit um die Körperfettwerte des Stürmers. Riera soll demnach nicht persönlich mit Burkardt gesprochen, sondern Co-Trainer Jan Fießer vorgeschickt haben.
Krösche verteidigte den Auftritt des Trainers: „Albert ist eine Persönlichkeit, die das Herz auf der Zunge trägt. Und der sagt, was er denkt. Das kann man jetzt gut oder schlecht finden. Ich finde, dass er nicht so viele Dinge so wirklich falsch eingeschätzt hat.“
Sportliche Talfahrt
Seit Rieras Amtsantritt Anfang Februar ist auf dem Platz kaum eine Verbesserung zu erkennen. Die Eintracht muss um die Europapokal-Qualifikation bangen. Aktuell belegt das Team den siebten Tabellenplatz, doch der SC Freiburg kann bereits am Sonntag mit einem Remis gegen den VfL Wolfsburg vorbeiziehen. Zudem warten mit Borussia Dortmund und dem VfB Stuttgart zwei schwere Gegner in den verbleibenden Spielen.
Riera selbst äußerte sich kämpferisch: „Bis zum letzten Moment werde ich mein Bestes geben. Und wenn es nicht reicht, dann reicht es eben nicht. Aber ich versuche mein Möglichstes.“ Ob dies für einen Verbleib in Frankfurt ausreicht, bleibt abzuwarten.



