Der Weltrekord im Marathon hat auch Auswirkungen auf den Aktienkurs von Adidas. Nach drei Handelstagen mit Verlusten erholte sich der Kurs des Ausrüsters des neuen Weltrekordhalters Sabastian Sawe. Am Nachmittag legten die Papiere des Sportartikelherstellers im moderat steigenden Dax um 1,0 Prozent auf 137,65 Euro zu. Im bisherigen Jahresverlauf bedeutet das allerdings immer noch einen Verlust von 18,5 Prozent.
Historischer Lauf in London
Der Kenianer Sawe und der Äthiopier Yomif Kejelcha waren am Sonntag in London erstmals einen Marathonwettbewerb in unter zwei Stunden gelaufen – in Adidas-Schuhen. Außerdem erzielte die Läuferin Tigist Assefa in einem „Woman only“-Lauf mit 2:15:41 Stunden eine Bestmarke. Diese Erfolge sind für Adidas ein wichtiger Prestigegewinn im anhaltenden Wettstreit mit dem US-Erzrivalen Nike.
Prestigekampf gegen Nike
Beide Konzerne hatten jahrelang an sogenannten Superschuhen getüftelt, um die Zweistundenmarke zu knacken. Ein Versuch von Nike im Jahr 2017 im italienischen Monza war knapp gescheitert. 2019 blieb der Kenianer Eliud Kipchoge zwar unter zwei Stunden, ebenfalls in Nike-Schuhen, dies geschah jedoch außerhalb offizieller Wettkämpfe und wurde nicht als Rekord gewertet. In London dominierten nun die Adidas-Athleten.
Innovativer Superschuh
Der neue Superschuh, mit dem Sawe und Kejelcha liefen, wiegt nach Angaben von Adidas dank innovativer Schaumstoff- und Karbonsohlen sowie ultraleichter Komponenten durchschnittlich 97 Gramm. Das sind den Angaben zufolge 30 Prozent weniger als das Vorgängermodell. Dieser technologische Fortschritt hat maßgeblich zum Erfolg beigetragen.
Auswirkungen auf den Aktienmarkt
Die positive Kursentwicklung zeigt, dass solche prestigeträchtigen Erfolge direkte Auswirkungen auf die Aktienbewertung haben können. Analysten sehen darin einen wichtigen Impuls für die Marke Adidas, die zuletzt mit Gegenwind zu kämpfen hatte. Der Marathon-Weltrekord könnte langfristig das Vertrauen der Anleger stärken.



