Der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz hat im ersten Quartal dieses Jahres einen Gewinnrückgang von 17,2 Prozent verzeichnet. Wie das Unternehmen mitteilte, sank das Konzernergebnis von 1,73 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 1,43 Milliarden Euro. Damit fällt der Rückgang weniger drastisch aus als in den vorangegangenen Quartalen, allerdings startete der Dax-Konzern von einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Im ersten Quartal 2025 war der Gewinn bereits um 43 Prozent eingebrochen, nach einem schwächeren Vorjahr.
Operatives Ergebnis und Umsatz rückläufig
Das operative Ergebnis (Ebit) sank im ersten Quartal 2026 um 16,8 Prozent von rund 2,3 Milliarden Euro auf 1,9 Milliarden Euro. Der Umsatz ging leicht um knapp fünf Prozent auf 31,6 Milliarden Euro zurück. Mercedes bewertete die Entwicklung als „solide operative Leistung“ und betonte, dass die wesentlichen Kennzahlen im Einklang mit der Jahresprognose stünden. Finanzvorstand Harald Wilhelm erklärte: „Die starke Nachfrage nach unseren neuen Produkten und die gut gefüllten Auftragsbücher bilden eine solide Grundlage für mehr Dynamik im zweiten Halbjahr.“
China-Geschäft belastet den Absatz
Ein deutliches Minus in China hatte bei Mercedes im ersten Quartal für einen Absatzrückgang gesorgt. Insgesamt sank der Pkw-Absatz um sechs Prozent auf 419.400 Fahrzeuge. Der Autobauer kämpft bereits seit längerem mit Rückgängen bei Absatz, Gewinn und Umsatz. Im Jahr 2025 war der Gewinn um knapp die Hälfte von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro eingebrochen. Als Gründe nannte das Unternehmen Zölle, negative Wechselkurseffekte und den intensiven Wettbewerb in China. Auch 2024 waren die Geschäfte bereits schlecht gelaufen. Als Reaktion hatte Mercedes ein Sparprogramm aufgelegt und plant, mit zahlreichen neuen Modellen die Geschäfte wieder anzukurbeln.



