Neue Spritpreis-Regel: Mittagserhöhung erlaubt, aber Preise fallen am Nachmittag
Spritpreis-Regel: Mittagserhöhung erlaubt, Preise fallen

Neue Spritpreis-Regelung tritt in Kraft: Mittagserhöhung erlaubt, aber Preise fallen am Nachmittag

Seit dem 1. April 2026 gilt eine neue Spritpreis-Regelung der schwarz-roten Regierungskoalition. Diese erlaubt Tankstellenbetreibern nur noch eine Preiserhöhung pro Tag, und zwar genau um 12 Uhr mittags. Viele Tankstellen nutzten diese Mittagsstunde gezielt, um die Preise anzuheben, was Autofahrer zur Tagesmitte vielerorts teurer tanken ließ.

Preise sinken überraschend am Nachmittag

Zur Überraschung vieler sind die Preise in zahlreichen Städten am Nachmittag jedoch wieder gesunken. Herbert W. Rabl vom Tankstellen-Interessenverband erklärt: „Die Preiserhöhung vom Mittag um 12 Uhr ist vom Wettbewerb wieder weggedrückt worden. In Stuttgart sogar schon nach einer halben Stunde, das kann ich mir nicht erklären.“ In Berlin, München und Köln seien die Preise inzwischen fast überall niedriger als zur Mittagszeit, während sie in Leipzig noch etwas höher lägen.

Autofahrer-Reaktionen: Verärgerung trotz Preissenkungen

Obwohl die Preise gefallen sind, sind viele Autofahrer verärgert über die allgemein hohen Kosten. In Berlin sanken die Preise an einer Shell-Tankstelle in Kreuzberg um 4 Cent für alle Sorten, doch die Station blieb leer. Einzelhändler Nick (48) aus Berlin sagt: „Wir können bald einen Kredit aufnehmen, um den Sprit zu bezahlen. Man würgt den Wagen wirklich bis zum Letzten.“ Er betont, dass die günstigeren Preise am Nachmittag reiner Zufall seien.

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Projektmanagerin Sofie (43) aus Berlin zeigt sich schockiert: „Ich war richtig schockiert, als ich die Preise gesehen habe.“ Sie tankt ihren alten BMW mit Diesel, der aufgrund der Lieferungen aus der vom Iran-Krieg betroffenen Region besonders teuer ist. Altenpflegerin Manuela (59) aus Berlin fügt hinzu: „Ich tanke immer kleine Beträge, damit es nicht ganz so reinhaut. Aber ganz ehrlich: Das Benzin ist ja nur ein Teil des Ganzen! Alles wird teurer.“

Regionale Beispiele: Stuttgart, Bielefeld und Burgwedel

Stuttgart: An der Ran-Tankstelle in Kirchheim/Teck pendelten sich die Preise um 18 Uhr wieder auf das Vormittagsniveau ein. Der Dieselpreis sank von einer Erhöhung um 23 Cent auf 2,51 Euro mittags um 17 Cent auf 2,34 Euro am Abend. Marketing-Azubi Arseni Kuschew (20) aus Ulm berichtet: „Die Hälfte meines Azubi-Gehalts geht nur für Sprit drauf – etwa 400 Euro im Monat.“ Ingenieurin Bennu Kaya (29) aus Kirchheim/Teck ist auf Autogas umgestiegen und hat ein E-Auto angeschafft, um unabhängiger zu werden.

Bielefeld: An der Star-Tankstelle sanken die Preise gegen 17 Uhr ebenfalls. Askanius B. (21) aus Bielefeld beobachtete die Entwicklung: „Die Preissprünge – insbesondere die gezielte Erhöhung zur Mittagszeit – erhöhen den Druck, den richtigen Zeitpunkt zum Tanken zu erwischen.“ Lorina K. (21) aus Hannover und Kranführer Bajrus K. (47) äußern ähnliche Sorgen über die Bezahlbarkeit.

Burgwedel: An der HEM-Tankstelle Giesche sank der Dieselpreis von 2,36 Euro um 12 Uhr auf 2,14 Euro um 17 Uhr. Hotelangestellte Maren Rasing (59) aus Burgwedel kritisiert: „Die neue Regelung hat aus meiner Sicht nicht viel gebracht.“ Reinigungskraft Ines Post (57) aus Burgdorf nutzt Apps, um günstiger zu tanken, sieht aber keine echte Spritpreisbremse. Sozialversicherungsangestellter Özan Cin (23) aus Burgdorf ärgert sich: „Gerade für Berufspendler, die auf das Auto angewiesen sind, ist das sehr ärgerlich.“

Fazit: Regelung bringt wenig Erleichterung

Die neue Spritpreis-Regelung ermöglicht zwar nur eine tägliche Preiserhöhung um 12 Uhr, doch die Preise sinken am Nachmittag oft wieder. Dennoch bleiben die Kraftstoffkosten für viele Autofahrer eine erhebliche Belastung. Berufspendler, Familien und Geringverdiener spüren den finanziellen Druck besonders stark. Die allgemeine Verärgerung zeigt, dass die Maßnahme als unzureichend empfunden wird, um die hohen Lebenshaltungskosten zu mildern.

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