VfL Wolfsburg vor Abstieg: Wie konnte das passieren?
VfL Wolfsburg vor Abstieg: Wie konnte das passieren?

Der VfL Wolfsburg steht am Samstag vor einem entscheidenden Spiel gegen den FC St. Pauli. Ein Abstieg in die zweite Liga droht, obwohl der Verein jedes Jahr Millionen vom Volkswagen-Konzern erhält. Wie konnte es so weit kommen?

Millionen-Investitionen ohne Erfolg

Allein in den vergangenen drei Jahren gab der VfL rund 180 Millionen Euro für neue Spieler aus. Trotzdem steht der Tabellen-16. punktgleich mit dem Letzten St. Pauli vor dem Abstiegsendspiel. Sportdirektor Pirmin Schwegler sagt: „Ich glaube, dass am Samstag nicht nur ein Stadion gegen uns ist, sondern viele in Deutschland.“

Trainer- und Sportdirektor-Karussell

Ein Kernproblem des VfL ist die mangelnde Kontinuität. In den letzten zehn Jahren gab es zwölf Trainer und fünf Sportdirektoren. Klaus Allofs, der 2015 den DFB-Pokal gewann, bringt es auf den Punkt: „Es fehlt eine klare Strategie.“

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Frühere Sportchefs wie Allofs oder Jörg Schmadtke verfolgten klare Konzepte: Allofs holte Stars wie Kevin De Bruyne, Schmadtke setzte auf Toptalente zum Weiterverkauf. Heute herrscht ein „Wischiwaschi“ aus verschiedenen Spielertypen und Spielstilen.

VW-Krise und Zukunft

Volkswagen selbst steckt in einer tiefen Krise, was die Frage aufwirft, ob der Konzern den VfL auch in der zweiten Liga unterstützen würde. VW-Sprecher Sebastian Rudolph betont: „Der Volkswagen-Konzern steht fest zum VfL Wolfsburg. Es gibt liga-unabhängig eine finanzielle Stabilität.“ Der Aufsichtsrat des VfL ist eng mit der Konzernspitze verzahnt.

Trotz allem gibt es Hoffnung: Ex-Sportdirektor Allofs sieht den VfL in besserer Verfassung als St. Pauli. „Die Situation sah aussichtslos aus, aber sie hat sich gedreht. Ich sehe das nicht pessimistisch.“

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