Stadtwerke Güstrow kündigen 500 Fernwärme-Verträge – Kunden müssen sich auf Veränderungen einstellen
500 Fernwärme-Verträge in Güstrow gekündigt – Was nun?

Plötzliche Kündigungswelle bei Fernwärme-Versorgung in Güstrow

Kurz vor den Osterfeiertagen erreichte zahlreiche Haushalte in Güstrow eine unerwartete Nachricht: Die Stadtwerke Güstrow haben 500 Fernwärme-Verträge gekündigt. Diese Maßnahme soll dazu dienen, die Vertragsverhältnisse bis zum Jahresende an die aktuellen Rahmenbedingungen des Energiemarktes anzupassen. Für viele Betroffene bedeutet dies zunächst Unsicherheit bezüglich ihrer künftigen Wärmeversorgung.

Hintergrund: Komplexität des Energiemarktes erfordert Anpassungen

Laut Mandy Schöck, Prozess- und Projektmanagerin bei den Stadtwerken Güstrow, sind Langzeitlieferverträge in ihrer bisherigen Form aufgrund sich wandelnder rechtlicher Rahmenbedingungen nicht mehr möglich. „Vor dem Hintergrund sich wandelnder rechtlicher Rahmenbedingungen sind Langzeitlieferverträge in der bisherigen Form nicht mehr möglich“, erklärt Schöck. Stattdessen setzt das Unternehmen nun auf Lieferverträge mit deutlich kürzeren Laufzeiten, um flexibler auf Marktveränderungen reagieren zu können.

Die Stadtwerke suchen intensiv nach neuen Lieferanten, um die Versorgungssicherheit für die Kunden langfristig zu gewährleisten. Diese strategische Neuausrichtung soll rechtssichere, marktgerechte und zukunftsfähige Lieferbeziehungen etablieren, betont die Prozessmanagerin. Die Fernwärmeversorgung erfolgt dabei über einen Energiehändler und nicht direkt durch Biomethan-Erzeuger, wobei die EEG-Umlage hier keine Rolle spielt.

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Unterschiedliche Situation in anderen Orten der Region

Während in Güstrow die Verträge angepasst werden, sieht die Lage in einigen Nachbargemeinden anders aus. In Dalkendorf wird das gesamte Nahwärmenetz stillgelegt, da die dortige Biogasanlage aufgrund einer auslaufenden EEG-Vergütung zum Jahresende nicht mehr rentabel ist. Auch in Teterow läuft die EEG-Umlage für die Biogasanlage Ende 2027 aus, weshalb die Stadtwerke Teterow nach Alternativen suchen.

In Güstrow dienen die Kündigungen, die das Unternehmen als „angestoßene Vertragsanpassungen“ bezeichnet, dem Ziel, auch künftig eine wirtschaftliche Versorgung zu gewährleisten. Derzeit werden die neuen Verträge vorbereitet, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen.

Persönliche Beratungstermine für betroffene Kunden

Für Fragen, Gesprächsbedarf oder bei Unsicherheiten können sich Kunden direkt an die Stadtwerke wenden. Eine gute Gelegenheit für persönliche Gespräche bieten zwei Termine im Kundenservicecenter:

  • Dienstag, 21. April 2026, von 16 bis 18 Uhr
  • Dienstag, 28. April 2026, von 16 bis 18 Uhr

An beiden Tagen stehen Fachleute am Standort Am Berge 4 in Güstrow zur Verfügung, um Fragen zu beantworten und Hinweise entgegenzunehmen. Diese direkte Anlaufstelle soll den Übergang für die betroffenen Haushalte erleichtern und Transparenz schaffen.

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