Bürgermeisterwahl in Nordwestuckermark geht in die entscheidende Stichwahl
Die Gemeinde Nordwestuckermark hat am Sonntag keine klare Entscheidung in der Bürgermeisterwahl getroffen. Keiner der sechs Kandidaten konnte die erforderliche absolute Mehrheit erreichen, sodass es nun zu einer Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Bewerbern kommt. Die Wahlbeteiligung lag mit 72,55 Prozent auf einem bemerkenswert hohen Niveau, was das große Interesse der Bürger an der politischen Zukunft ihrer Gemeinde unterstreicht.
Ergebnisse der ersten Wahlrunde
Von den insgesamt 2.572 abgegebenen Stimmen entfielen die meisten auf Susanne Ramm als Einzelbewerberin mit 844 Stimmen. Auf Platz zwei folgte Ralph Ryl von der Wählergruppe Zukunft Nordwestuckermark mit 674 Stimmen. Diese beiden Kandidaten werden sich nun in der Stichwahl am 10. Mai gegenüberstehen.
Die weiteren Ergebnisse verteilten sich wie folgt:
- Kevin Dähn (AfD): 503 Stimmen
- Tobias Kersten (Einzelbewerber): 239 Stimmen
- Bört Büttner-Janner (Einzelbewerber): 195 Stimmen
- Jan Matiaske (Einzelbewerber): 104 Stimmen
Reaktionen der Stichwahl-Kandidaten
Beide Sieger der ersten Runde zeigten sich erleichtert über ihren Einzug in die Stichwahl. Ralph Ryl, der die Ergebnisse in der Schönermarker Gemeindeverwaltung verfolgte, betonte den „intensiven und fairen“ Wahlkampfverlauf. Er hob hervor, dass die sechsköpfige Kandidatenrunde eine konstruktive Auseinandersetzung mit verschiedenen Positionen ermöglicht habe, was die Wähler mit ihrer hohen Beteiligung honoriert hätten.
Susanne Ramm, die die Nachricht von ihrem Erfolg zu Hause erhielt, bezeichnete das Ergebnis als „erwartungsgemäß“. Sie kündigte an, in den verbleibenden drei Wochen bis zur Stichwahl konzentriert auf ihre geplanten Projekte hinzuweisen und ihre Positionen noch einmal zu verdeutlichen. Beide Kandidaten hoffen auf eine weiterhin hohe Wahlbeteiligung bei der entscheidenden Abstimmung am 10. Mai.
Hintergründe zur Wahl und Gemeinde
Die Bürgermeisterwahl wurde notwendig, um die Nachfolge von Amtsinhaber Roland Klatt zu klären. Der 67-Jährige hatte bereits im Dezember angekündigt, sein Amt vorzeitig niederzulegen und will sich Ende Mai aus dem Rathaus zurückziehen. Regulär wäre eine Neuwahl erst im Jahr 2028 fällig gewesen.
Die Gemeinde Nordwestuckermark umfasst zehn Ortsteile und hat derzeit etwas mehr als 4.000 Einwohner. Von diesen waren am Wahltag 3.545 Personen wahlberechtigt. Die hohe Wahlbeteiligung von über 72 Prozent zeigt das engagierte Interesse der Bürger an der kommunalen Entwicklung ihrer Heimatregion.
Die Stichwahl am 10. Mai wird nun endgültig klären, wer die Geschicke der Gemeinde in den kommenden Jahren lenken wird. Beide Kandidaten haben bereits signalisiert, dass sie die verbleibende Zeit intensiv nutzen wollen, um die Wähler von ihren Visionen für Nordwestuckermark zu überzeugen.



