EU-Kommission plant Kraftstoffbeobachtungsstelle gegen Kerosinmangel
EU-Kommission plant Kraftstoffbeobachtungsstelle

EU-Kommission plant Kraftstoffbeobachtungsstelle gegen Kerosinmangel

Die EU-Kommission hat ihre Mitgliedstaaten zu einer engen Koordinierung aufgerufen, um einen möglichen Kerosinmangel zu verhindern. Angesichts steigender Kerosinpreise und Streichungen von Flügen durch Airlines sowie Warnungen von Verbänden vor einer drohenden Knappheit schlägt die Brüsseler Behörde die Einrichtung einer neuen Kraftstoffbeobachtungsstelle vor. Diese soll die EU-Produktion, Importe, Exporte und Lagerbestände überwachen, um potenzielle Engpässe frühzeitig zu erkennen.

Maßnahmen zur Vermeidung von Versorgungsengpässen

Die Beobachtungsstelle soll es ermöglichen, „gezielte Maßnahmen zur Aufrechterhaltung einer ausgewogenen Kraftstoffverteilung“ zu ergreifen, falls Notfallvorräte freigegeben werden müssen. Die EU-Kommission appellierte zudem an die Mitgliedstaaten, die Wiederbefüllung unterirdischer Gasspeicher, die Freigabe von Ölreserven und eine flexible Nutzung der Befüllungsvorschriften zu koordinieren. Nationale Maßnahmen zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von Kerosin und Diesel – einschließlich der Raffineriekapazitäten – sollen eng abgestimmt werden.

Weitere Schritte zur Abfederung der Energiekrise

Die EU-Kommission stellte weitere Maßnahmen vor, um die Auswirkungen der Energiekrise auf Unternehmen und Bürger in Europa abzudämpfen und Versorgungsengpässe zu vermeiden. Die europäischen Spitzenpolitiker werden bei einem informellen Treffen in Zypern am Donnerstag und Freitag über die Maßnahmen beraten. Energiekommissar Dan Jørgensen erklärte in Brüssel, dass die EU seit Beginn der Eskalation im Nahen Osten aufgrund gestiegener Preise zusätzliche 24 Milliarden Euro für Energieimporte ausgegeben habe.

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Keine Anzeichen für großflächige Flugstornierungen

Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas betonte am Dienstag, es gebe keine Hinweise auf großflächige Flugstornierungen in den nächsten Monaten. Die Treibstoffvorräte für kommerzielle Flugzeuge stünden in Teilen Europas unter Druck, es gebe jedoch keine Anzeichen für tatsächliche Engpässe.

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