IEA-Chef warnt vor „schwarzem April“ durch Hormus-Blockade
IEA-Chef warnt vor „schwarzem April“ durch Hormus-Blockade

Der Angriff der USA und Israels auf Iran hat die Welt in eine Energiekrise gestürzt. Die Blockade der Straße von Hormus führt zu massiven Versorgungsengpässen. Fatih Birol, Leiter der Internationalen Energieagentur (IEA), spricht von der „größten Bedrohung für die Energiesicherheit in der Geschichte“.

Täglich passierten 2024 im Durchschnitt 20 Millionen Barrel Öl und Erdölprodukte die Straße von Hormus. Doch mittlerweile blockieren Iran und die USA die Meerenge, sodass Schiffe weder hinein noch hinaus können. „Bis heute haben wir 13 Millionen Barrel Öl pro Tag verloren“, sagte Birol dem US-Sender CNBC.

Europa bezieht etwa 75 Prozent seiner Kerosinimporte aus Raffinerien im Nahen Osten. „Dieser Anteil ist im Grunde genommen jetzt auf null gesunken“, so Birol. Europa versuche nun, den Kraftstoff aus den USA und Nigeria zu beziehen. „Wenn wir in Europa derzeit keine zusätzlichen Importe aus diesen Ländern erhalten können, werden wir in Schwierigkeiten geraten.“

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Birol hofft auf eine baldige Öffnung der Meerenge. Sonst müsse Europa möglicherweise Maßnahmen ergreifen, um den Flugverkehr einzuschränken. Zwischen den USA und Iran gilt derzeit eine Waffenruhe, die US-Präsident Donald Trump einseitig verlängert hat. Er fordert eine Öffnung der Straße von Hormus durch Iran als Bedingung für eine dauerhafte Waffenruhe.

Selbst bei einer Einigung könnte es laut Pentagon sechs Monate dauern, bis die Straße von Hormus vollständig von Minen geräumt ist. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts könnten daher noch lange anhalten.

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