Kommentar: Land sollte Windenergie-Ausbau auf Eis legen
Windenergie-Ausbau auf Eis legen

Es gibt in Mecklenburg-Vorpommern zwei Themen, die die Bürger sehr zuverlässig auf die Palme bringen: Migration und Windkraft. Die Aufregung, die derzeit vor allem im Ludwigsluster Stadtteil Techentin um mögliche Planungen für einen Windpark herrscht, ist ein Lehrstück dafür, wie man Politikverdrossenheit erzeugen kann. Und Techentin ist kein Einzelfall. Seit Jahren bringen Planungen rund um Windtürme in allen möglichen Gemeinden die Bürger auf die Palme. Immer wieder geht es um Ängste, Befürchtungen und die Tatsache, dass die Menschen sich in dieser Frage völlig hilflos fühlen. Von den erneuerbaren Energien haben sie in ihrer Realität in den meisten Fällen nichts.

Immer wieder werden Bürger, Gemeindevertreter, Stadtvertreter, Projektanten und Investoren gegeneinander gehetzt, und das über viele Jahre hinweg ohne entsprechende Klarheit. Dabei braucht Mecklenburg-Vorpommern mit Blick auf das, was schon da ist, kein einziges neues Windrad. Wir sind bereits mehrfach energieautark in MV. Insofern stellt sich die Frage, was diese Diskussionen, diese Pläne und Parks, die keiner braucht, denn bringen sollen?

Landespolitik ist gefordert

Hier ist die Politik gefordert. Einzig allein die Landespolitik kann dieses unwürdige Schauspiel beenden, indem sie alle Windparkprojekte auf Eis legt. Denn es sind die Vorgaben des Landes, die diesen Unmut immer wieder erzeugen. Und zwar so lange, bis klar ist, was die Menschen genau davon haben und was diese Energien für die Versorgungssicherheit bedeuten können. Denn Windenergie ist immer noch nicht speicherfähig. Viele Windräder können zudem gar nicht an das Stromnetz angeschlossen werden, weil die Leitungen fehlen. Am Ende bezahlen diese ganzen Träumereien, von denen nur ein paar Projektentwickler und Grundstücksbesitzer etwas haben, die Bürger mit ihrem Stromgeld.

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Bei der nächsten Flaute, wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint, kaufen wir dann wieder brav Atomstrom aus Frankreich, um das Netz stabil zu halten. Wenn die etablierte Politik im Land diese Planungen rund um Windparks nicht ändert, wird sie weitere Wähler in Richtung AfD treiben, denn die hat sich zu Windrädern sehr klar positioniert. Dieses Statement fehlt leider von anderen Parteien. Die Bürger in ihrer klaren Mehrheit wollen diese Windräder jedenfalls nicht.

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