Homeoffice-Pauschale vs. Entfernungspauschale: Welche Steuerersparnis ist höher?
Homeoffice vs. Büro: Welche Pauschale lohnt sich mehr?

Homeoffice oder Büro: Welche steuerliche Pauschale bringt mehr?

Können Sie frei entscheiden, ob Sie von zu Hause aus arbeiten oder den Weg ins Büro antreten? Beide Arbeitsformen bieten steuerliche Vorteile, doch welche Variante finanziell mehr lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein detaillierter Vergleich zeigt, dass die Homeoffice-Pauschale in vielen Fällen die bessere Wahl sein könnte.

Die Homeoffice-Pauschale: Einfach und kalkulierbar

Für das Jahr 2026 bleibt die Homeoffice-Pauschale ein wichtiges Instrument für Millionen von Beschäftigten, um Steuern zu sparen. Aktuell können Steuerzahler pro Tag im Homeoffice sechs Euro geltend machen, maximal für 210 Tage im Jahr. Das ergibt eine mögliche jährliche Ersparnis von bis zu 1.260 Euro. „Die Pauschale wird ohne Nachweise gewährt und zählt zu den Werbungskosten“, erklärt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler. Der große Vorteil: Diese sechs Euro pro Tag sind unabhängig von der Entfernung oder den tatsächlichen Kosten und damit klar kalkulierbar.

Die Entfernungspauschale: Oft weniger attraktiv bei kurzen Strecken

Seit 2026 gilt eine einheitliche Entfernungspauschale von 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer des einfachen Arbeitswegs. Allerdings zeigt ein genauer Blick, dass die tatsächlichen Kosten für den Arbeitsweg häufig darüber liegen. Besonders bei hohen Spritpreisen verliert die Pauschale in der Praxis an Attraktivität – insbesondere bei kürzeren Strecken. „Wer nur wenige Kilometer zur Arbeit fährt, erhält über die Entfernungspauschale oft weniger als im Homeoffice“, betont Karbe-Geßler. Für Beschäftigte mit kurzem Arbeitsweg kann das Homeoffice daher finanziell die überlegene Option sein.

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Wichtige Rahmenbedingungen und Pflichten

Unabhängig davon, für welche Pauschale man sich entscheidet, gilt: Sie wirkt sich nur aus, wenn die Werbungskostenpauschale von 1.230 Euro überschritten wird. Zudem ist es absolut tabu, falsche Angaben zu machen, um sich steuerlich besserzustellen. Wer sowohl im Homeoffice als auch im Betrieb arbeitet, sollte unbedingt Buch führen. Eine einfache Übersicht der Homeoffice- und Bürotage, beispielsweise in Form einer Excel-Liste oder eines Kalenders, ist sinnvoll, da pro Tag steuerlich nur eine Variante angesetzt werden darf.

Praktische Tipps für die Steuererklärung

Die jeweiligen Angaben gehören in die Anlage N der Steuererklärung. Dort können Beschäftigte zusätzlich Kosten für Arbeitsmittel geltend machen, wie einen benötigten Laptop oder einen ergonomischen Bürostuhl. Diese Möglichkeit bietet weitere Einsparpotenziale und rundet das steuerliche Optimierungspotenzial ab.

Insgesamt zeigt sich: Die Entscheidung zwischen Homeoffice-Pauschale und Entfernungspauschale sollte sorgfältig abgewogen werden. Für viele, insbesondere bei kurzen Arbeitswegen, bietet die Homeoffice-Variante eine verlässlichere und oft höhere Steuerersparnis. Ein genaues Nachrechnen und Dokumentieren lohnt sich in jedem Fall.

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