Konsum schließt in Plate: Nahversorger zieht sich zurück
Konsum schließt in Plate: Nahversorger zieht sich zurück (25.04.2026)

Die automatische Tür surrt, ein Einkaufswagen klappert über die Fliesen, irgendwo piept eine Kasse. Noch läuft alles wie immer im Konsum im Ortskern von Plate. Doch hinter den Kulissen ist längst klar: Die Tage des Marktes an seinem jetzigen Standort sind gezählt.

Konsum verlässt Plate: Kein Umzug geplant

Seit Wochen halten sich Gerüchte im Ort. Wird der Konsum wieder ausziehen? Die klare Antwort der Genossenschaft heißt Ja. Aber nicht etwa in andere Räumlichkeiten. „Ein Umzug des Konsum-Marktes in Plate ist nicht geplant“, stellt Ralf Bade, Vorstandssprecher der Konsumgenossenschaft Hagenow, unmissverständlich klar. Statt eines Neuanfangs an anderer Stelle steht nur ein Abschied bevor, und der hat einen ganz konkreten Hintergrund.

Wie Bade erläutert, hat die Edeka Handelsgesellschaft Nord mit Sitz in Neumünster das Mietverhältnis mit dem Hauptmieter, dem ehemaligen Edeka-Betreiber, zum 30. November gekündigt. Damit endet automatisch auch das Untermietverhältnis der Konsumgenossenschaft. „Eine Verlängerung seitens des Vermieters wurde abgelehnt“, so Ralf Bade.

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Nur noch 14 Filialen: Keine Perspektive für Plate

Die Folge: Spätestens zum 30. November wird der Konsum im Ortskern seine Türen schließen. Für viele Plater ist das mehr als nur das Aus für einen Supermarkt. Es ist ein Stück Alltag, ein vertrauter Ort, an dem man sich begegnet, ein kurzer Plausch zwischen Obstregal und Kasse inklusive. Gerade im Ortskern hinterlässt die Schließung eine Lücke, die sich nicht so leicht schließen lässt.

Auch für die Konsumgenossenschaft hat die Entscheidung spürbare Konsequenzen. Mit dem Wegfall des Standortes in Plate reduziert sich die Zahl der Märkte auf insgesamt 14 Filialen. Eine Perspektive für einen neuen Standort im Ort wird derzeit auch nicht in Aussicht gestellt.

Und was wird aus den Menschen, die hier Tag für Tag arbeiten? Auch darauf gibt es eine klare, wenn auch nicht für alle beruhigende Antwort. Den Mitarbeiterinnen werde ein Wechsel in andere Filialen angeboten, erklärt Ralf Bade. „Ob sie dieses Angebot annehmen oder sich beruflich neu orientieren, liege jedoch bei ihnen selbst“, ergänzt er.

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