Netto startet Feierabendparken an 150 Filialen für nächtliche Parkplatzsuche
Netto startet Feierabendparken an 150 Filialen

Netto startet Feierabendparken an 150 Filialen für nächtliche Parkplatzsuche

In vielen deutschen Großstädten stellt die Parkplatzsuche am Abend und in der Nacht eine erhebliche Herausforderung dar. Der Lebensmitteldiscounter Netto reagiert nun auf dieses Problem mit einem innovativen Angebot: An rund 150 seiner Filialen können Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Autos künftig auch nach Geschäftsschluss und über Nacht abstellen – allerdings gegen Bezahlung. Dies teilte das Unternehmen mit und betonte, dass das Feierabendparken ab dem 1. April bundesweit verfügbar ist, mit einem besonderen Fokus auf urbanen Zentren wie Berlin, Düsseldorf, Dortmund und Bremen.

Effiziente Nutzung bestehender Parkflächen

Laut Netto-Sprecherin Christina Stylianou wird Parkraum in städtischen Lagen seit Jahren immer knapper. „Wir nutzen bestehende Parkflächen effizienter – ohne neue zu schaffen“, erklärte sie. Das Unternehmen plant, je nach Filiale etwa 20 Prozent der verfügbaren Parkplätze für das nächtliche Parken zu vermieten. Die kostenpflichtige Buchung erfolgt entweder vor Ort über einen QR-Code oder über die App des jeweiligen Parkplatzanbieters, was den Prozess für Nutzer einfach und zugänglich gestaltet.

Ausweitung des Angebots geplant

Netto, das zur Edeka-Gruppe gehört und bundesweit etwa 4.400 Filialen betreibt, hat bisher das Abstellen von Autos in der Regel nur während der Einkaufszeiten erlaubt. Mit der neuen Initiative wird diese Regelung gelockert. Das Unternehmen gab zwar keine detaillierte Übersicht der teilnehmenden Märkte bekannt, kündigte jedoch an, das Angebot in den kommenden Monaten auf weitere Standorte auszuweiten. Zukünftig soll das Feierabendparken auch bei Neueröffnungen von Netto-Filialen Standard werden.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Vergleichbare Angebote anderer Lebensmittelhändler

Netto ist nicht der einzige Discounter, der sich dem Thema Parkplatzvermittlung annimmt. Auch andere Lebensmittelhändler bieten in einigen Städten kostenpflichtige Parkplätze an, allerdings oft nur an einzelnen Standorten und häufig in Kooperation mit den jeweiligen Kommunen. Beispiele hierfür sind:

  • Aldi Süd und Lidl in Düsseldorf: Einige Filialen ermöglichen das Feierabendparken.
  • Aldi Süd in Augsburg, Nürnberg, Erlangen, Köln, Bonn und Krefeld: Parkplätze können teilweise kostenpflichtig genutzt werden.
  • Lidl in Hamburg: Ein Pilotprojekt startete im Januar.
  • Aldi Nord in Bochum: Ein weiteres Pilotprojekt begann im März.

Diese Initiativen zeigen einen wachsenden Trend im Einzelhandel, ungenutzte Parkflächen außerhalb der Geschäftszeiten gewinnbringend zu vermarkten und gleichzeitig einen Beitrag zur Linderung der Parkplatznot in Ballungsräumen zu leisten. Für Stadtbewohner und Pendler könnte dies eine willkommene Erleichterung im oft stressigen Alltag bedeuten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration