Bodenrichtwerte in Sachsen-Anhalt verzeichnen leichten Anstieg
Die Werte für Bauland im Bundesland Sachsen-Anhalt haben sich in den vergangenen zwei Jahren leicht erhöht. Dies geht aus den aktuellen Daten des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Sachsen-Anhalt hervor. Die Infrastrukturministerin Lydia Hüskens (FDP) bestätigte diesen Trend und verwies auf unterschiedliche Entwicklungen in verschiedenen Regionen und Nutzungsarten.
Regionale Unterschiede und Spitzenwerte
Die höchsten Zuwächse verzeichneten Gewerbegebiete mit einem Plus von sieben Prozent. Entlang von Autobahntrassen werden beispielsweise Quadratmeterpreise von bis zu 100 Euro erzielt. Bei Einfamilienhausgebieten stiegen die Bodenrichtwerte im Durchschnitt um fünf Prozent an.
Traditionell werden die höchsten Werte in den Großstädten ermittelt. Der Spitzenwert liegt bei 450 Euro pro Quadratmeter in Halle-Lettin. Im Gegensatz dazu liegen die Preise in dezentralen Ortschaften wie in der Altmark oder an der Landesgrenze zu Brandenburg bei nur zehn Euro je Quadratmeter.
Landwirtschaftliche Flächen und Datenverfügbarkeit
Bei landwirtschaftlich genutzten Flächen hängt der Quadratmeterpreis stark von der Ertragsfähigkeit der Böden ab. Die Spanne reicht von deutlich über vier Euro je Quadratmeter für Ackerböden in der Magdeburger Börde bis zu 0,75 Euro für ackerbaulich wenig nutzbare Flächen im Oberharz um Elbingerode oder Hasselfelde.
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für einen Quadratmeter unbebauten Boden in einem abgegrenzten Gebiet. In Sachsen-Anhalt gibt es 10.704 Bodenrichtwertzonen für Bauland und 215 für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen. Die Daten können kostenfrei im Geodatenportal des Landes abgerufen werden.
Für die Ermittlung des konkreten Bodenwerts eines Einzelgrundstücks sind individuelle Anpassungen des Bodenrichtwertes an die spezifischen Eigenschaften des jeweiligen Grundstückes notwendig, wie das Ministerium mitteilte.



