Schornsteinbrand-Gefahr: So entsteht die versteckte Gefahr im Kamin
Schornsteinbrand: Wie die Gefahr im Kamin entsteht

Die unterschätzte Gefahr: Wie Schornsteinbrände entstehen

Ein Kamin verbreitet behagliche Wärme und gemütliche Atmosphäre, doch bei unsachgemäßer Nutzung kann er zu einer ernsthaften Brandgefahr werden. Schornsteinbrände werden häufig erst erkannt, wenn es bereits zu spät ist – mit oft schwerwiegenden Folgen für Gebäude und Bewohner.

Rußablagerungen als Hauptursache

Durch unvollständige Verbrennung entstehen gefährliche Rußablagerungen im Schornstein. Besonders riskant ist dabei der sogenannte Glanzruß, der sich bei der Verbrennung von feuchtem Holz oder bei zu niedrigen Temperaturen bildet. Laut dem Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks zählen solche Ablagerungen zu den häufigsten Brandursachen in Schornsteinen. Eine fehlende oder unzureichende Reinigung erhöht das Risiko zusätzlich erheblich.

Die richtige Wahl des Brennstoffs

Feuchtes Holz verbrennt nicht nur schlecht und erzeugt übermäßig viel Rauch, sondern fördert auch die gefährliche Rußbildung. Behandelte Hölzer setzen zudem gesundheitsschädliche Schadstoffe frei, während harzreiche Nadelhölzer den Funkenflug begünstigen. Experten empfehlen daher ausschließlich trockenes, geeignetes Brennholz in der vom Hersteller vorgesehenen Größe zu verwenden. Auf diese Weise lassen sich sowohl Emissionen als auch die Bildung von Glanzruß deutlich reduzieren.

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Regelmäßige Wartung ist unverzichtbar

Schornsteine müssen zwingend regelmäßig gereinigt und gewartet werden. Bei Anzeichen einer schlechten Verbrennung sollte umgehend der zuständige Schornsteinfeger informiert werden. „Der Schornstein könnte beispielsweise durch ein Vogelnest versperrt sein und somit Verbrennungsgase nicht mehr einwandfrei abziehen“, erklärt der Schornsteinfegerverband. „Es kann auch möglich sein, dass das Ofenrohr zugesetzt ist und dringend gereinigt werden müsste.“

Die konkreten Gefahren eines Schornsteinbrandes

Ein voll entfachter Schornsteinbrand kann Temperaturen von bis zu 1500 Grad Celsius erreichen. Dadurch drohen nicht nur Risse im Mauerwerk, sondern auch Brände in angrenzenden Gebäudebereichen. Glühende Partikel können zudem das Dach entzünden und so das gesamte Haus gefährden. Besonders riskant sind explosionsartige Glanzrußbrände, die sich unvorhersehbar und mit großer Wucht entwickeln können.

Erkennung und richtige Sofortmaßnahmen

Starker Rauchaustritt, sichtbare Flammen oder intensiver Funkenflug sind deutliche Warnzeichen für einen Schornsteinbrand. „Sieht dies zum Beispiel ein Nachbar, sollte er sofort die Bewohner warnen und unverzüglich die Feuerwehr rufen“, betont der Verband. Wichtigste Regel: Niemals mit Wasser löschen, da sich dieses schlagartig in Dampf verwandeln und den Schornstein durch die enorme Druckentwicklung schwer beschädigen kann.

Vorbeugung durch konsequente Maßnahmen

Mindestens einmal jährlich sollte eine professionelle Schornsteinreinigung durchgeführt werden. Feuchtes Holz, Abfälle und ungeeignete Brennstoffe gehören keinesfalls in den Kamin. Moderne Öfen mit optimierter Verbrennungstechnik und ausreichende Luftzufuhr helfen zusätzlich, Emissionen zu senken und gefährliche Ablagerungen von vornherein zu vermeiden.

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