Neubau auf bestem Ackerland? Anwohner kritisiert geplanten Autohof an Prosigker Kreisstraße in Köthen
Rolf Koch hat an Köthens Oberbürgermeisterin Buchheim geschrieben: Warum sollen fünf Hektar bebaut werden, während weite Teile des ehemaligen Fliegerhorstes brach liegen? Der Stadtrat entscheidet am Dienstag.
Von Wolfram Schlaikier, aktualisiert am 27.04.2026, 14:09 Uhr
Das Pflaster des früheren Appellplatzes der Sowjetarmee am Flugplatz in Köthen ist kaum beschädigt, darum jedoch stehen nur Ruinen. (Foto: Ute Nicklisch)
Köthen/MZ. Das Projekt eines neuen Autohofs an der Prosigker Kreisstraße in Köthen muss noch eine kommunalpolitische Hürde nehmen: Nachdem der Hauptausschuss vor wenigen Tagen den Entwurf des Bebauungsplans gebilligt hat, fällt die endgültige Entscheidung am 28. April im Stadtrat.
Hintergrund des Streits
Der geplante Autohof auf einer Fläche von fünf Hektar hochwertigem Ackerland stößt bei Anwohnern auf Widerstand. Insbesondere Rolf Koch hat sich in einem Schreiben an die Oberbürgermeisterin gewandt und kritisiert, dass die Stadt stattdessen die brachliegenden Flächen des ehemaligen Fliegerhorstes nutzen sollte. Diese seien bereits versiegelt und könnten ohne weiteren Flächenverbrauch bebaut werden.
Entscheidung im Stadtrat
Der Hauptausschuss hat den Bebauungsplanentwurf bereits gebilligt. Nun liegt die endgültige Entscheidung beim Stadtrat, der am Dienstag, dem 28. April, darüber abstimmen wird. Die Befürworter des Autohofs argumentieren mit der Schaffung von Arbeitsplätzen und einer verbesserten Infrastruktur für den Güterverkehr. Gegner hingegen befürchten eine unnötige Versiegelung wertvoller landwirtschaftlicher Flächen.
Alternative Flächen
Der ehemalige Fliegerhorst in Köthen bietet nach Ansicht von Koch ausreichend Platz für das Vorhaben. Große Teile des Geländes liegen seit Jahren brach und könnten ohne zusätzliche Umweltbelastungen erschlossen werden. Die Stadtverwaltung prüft derzeit verschiedene Optionen, hat sich aber noch nicht abschließend geäußert.



