Winzer im Elbtal zünden Frostschutzfeuer an
Im sächsischen Elbtal stehen die Winzer erneut vor einer frostigen Herausforderung. Für die Nacht von Dienstag auf Mittwoch werden Spätfröste mit Temperaturen bis zu minus drei Grad vorhergesagt. Um ihre wertvollen Weinreben zu schützen, greifen die Winzer zu einer traditionellen Methode: Sie entzünden kontrollierte Feuer in den Weinbergen.
Hunderttausende Rebstöcke in Gefahr
Das Staatsweingut Wackerbarth hat angekündigt, in acht Weinbergen und Junganlagen mehrere Hundert kleine Feuer zu entzünden. Mit dieser Maßnahme sollen mehr als 100.000 Rebstöcke vor den drohenden Minustemperaturen bewahrt werden. Das Weingut stuft etwa ein Drittel seiner Rebflächen als besonders frostgefährdet ein und will dort spezielle Frostschutzkerzen zum Einsatz bringen.
Erinnerungen an das Frostjahr 2024
Die Sorge der Winzer ist begründet. Erst vor zwei Jahren, im April 2024, hatte ein verheerender Spätfrost die Weinbauern im Elbtal schwer getroffen. Schloss Wackerbarth verzeichnete damals massive Einbußen und erntete nur etwa 25 Prozent der üblichen Jahresmenge. Der Freistaat Sachsen musste die betroffenen Wein- und Obstbauern mit finanziellen Hilfen unterstützen.
Der Deutsche Wetterdienst bestätigt die Frostwarnung für Sachsen und warnt vor den kalten Temperaturen in der kommenden Nacht. Die Winzer hoffen nun, dass ihre Schutzmaßnahmen erfolgreich sind und eine Wiederholung der Frostkatastrophe von 2024 verhindern können. Die kontrollierten Feuer sollen durch ihre Wärmeentwicklung ein gefrieren der jungen Triebe und Knospen verhindern, die für die kommende Ernte entscheidend sind.



