Spargelsaison in Brandenburg eröffnet: Beelitz startet Ernte mit Herausforderungen
Spargelsaison in Brandenburg: Eröffnung in Beelitz

Spargelsaison in Brandenburg feierlich eröffnet

Am Gründonnerstag wird in Beelitz die Spargelsaison offiziell eröffnet. Brandenburgs Agrarministerin Hanka Mittelstädt (SPD) gibt um 10:00 Uhr den Startschuss für die Ernte des Edelgemüses, die bis Juni andauern wird. Die Region um Beelitz ist das größte Anbaugebiet in Brandenburg und steht damit im Mittelpunkt der landwirtschaftlichen Aktivitäten.

Feierliche Eröffnung mit traditionellen Elementen

Bei der offiziellen Saisoneröffnung wird neben der politischen Prominenz auch die Beelitzer Spargelkönigin erwartet. Diese traditionelle Figur symbolisiert die kulturelle Bedeutung des Spargelanbaus in der Region. Die Veranstaltung markiert den Beginn der intensiven Erntephase, die zahlreiche Arbeitskräfte und landwirtschaftliche Betriebe beschäftigt.

Rückläufige Anbauflächen und Erntemengen

Die Anbaufläche für Spargel in Brandenburg ist in den letzten Jahren gesunken. Dennoch wurden im Jahr 2025 fast 19.000 Tonnen des begehrten Gemüses geerntet. Diese Menge unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung des Spargelanbaus für die Region, auch wenn die Flächenverkleinerung Herausforderungen für die Landwirte mit sich bringt.

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Importkonkurrenz aus dem Ausland

Ein zunehmendes Problem für die heimischen Betriebe stellt der Import-Spargel dar, der meist zu deutlich niedrigeren Preisen angeboten wird. Im Jahr 2025 kam dieser Spargel vor allem aus Spanien, Mexiko und Griechenland in den deutschen Handel. Diese internationale Konkurrenz setzt die Brandenburger Landwirte unter Preisdruck und erschwert den Absatz ihrer regionalen Produkte.

Forderungen nach Ausnahmen beim Mindestlohn

Die Landwirte in Brandenburg fordern zudem eine Ausnahme vom gesetzlichen Mindestlohn für Saisonkräfte. Der derzeitige Mindestlohn liegt bei 13,90 Euro je Stunde und soll bis 2027 weiter steigen. Ohne ausländische Saisonarbeitskräfte ist der Spargelanbau in Deutschland praktisch nicht möglich, da die Ernte arbeitsintensiv ist und spezialisierte Kenntnisse erfordert.

Die Betriebe argumentieren, dass die steigenden Lohnkosten ihre Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigen. Sie sehen sich dadurch im Vergleich zu ausländischen Produzenten benachteiligt, die oft niedrigere Lohnkosten haben. Diese wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen das Geschäft für viele Landwirte nicht einfach, trotz der traditionellen Bedeutung des Spargelanbaus in der Region.

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