Deutscher Auswanderer auf Kuba: 20 Handys im Wohnzimmer und zehn Euro für Benzin
Deutscher auf Kuba: 20 Handys im Wohnzimmer, 10€ Benzin

Deutscher Auswanderer auf Kuba: Im Wohnzimmer laden oft 20 Handys der Nachbarn

Zehn Euro für einen Liter Benzin – solche Preise wundern Jochen Beckmann nicht mehr. Der Freiburger ist vor mehr als drei Jahrzehnten nach Havanna ausgewandert und hat sich dort einen Traumjob als freiberuflicher Kameramann geschaffen. Trotz der wirtschaftlichen Not im Land denkt er nicht ans Weggehen. Warum bleibt er? Ein exklusives Interview mit dem Deutschen, der tief in der kubanischen Gesellschaft verwurzelt ist.

Alltag in Havanna: Teilen als Überlebensstrategie

In Beckmanns Wohnzimmer laden regelmäßig bis zu 20 Handys seiner Nachbarn gleichzeitig. Diese Szene symbolisiert den kubanischen Alltag, wo das Teilen knapper Ressourcen zur Überlebensstrategie geworden ist. „Die Menschen helfen sich gegenseitig, wo sie können“, erklärt der Auswanderer. Die extrem hohen Benzinpreise von zehn Euro pro Liter sind nur ein Beispiel für die wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen die Kubaner täglich konfrontiert sind.

Drei Jahrzehnte auf der Karibikinsel

Beckmanns Geschichte begann vor über 30 Jahren, als er Deutschland verließ, um auf Kuba ein neues Leben zu beginnen. Heute ist er fest in der lokalen Gemeinschaft integriert und arbeitet erfolgreich als Kameramann. Seine Entscheidung, trotz aller Schwierigkeiten zu bleiben, begründet er mit der einzigartigen Lebensqualität und den zwischenmenschlichen Beziehungen, die er auf der Insel gefunden hat.

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Die kubanische Realität zeigt sich in vielen Facetten:

  • Knappe Ressourcen erfordern kreative Lösungen
  • Nachbarschaftshilfe ist essenziell für den Alltag
  • Hohe Preise für Grundgüter wie Benzin belasten die Bevölkerung
  • Trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten bleibt der Gemeinschaftssinn stark

Warum er nicht weg will

Obwohl die wirtschaftliche Situation auf Kuba angespannt ist und viele Einheimische über Auswanderung nachdenken, hat Beckmann keine Pläne, die Insel zu verlassen. „Hier habe ich ein Leben aufgebaut, das mir wichtig ist“, sagt der Deutsche. Die Verbundenheit mit den Menschen und die besondere Atmosphäre Havannas wiegen für ihn die materiellen Entbehrungen auf. Seine Geschichte zeigt, dass Lebensqualität nicht allein von wirtschaftlichen Indikatoren abhängt, sondern auch von sozialen Bindungen und persönlicher Erfüllung.

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