Vandalismus in Florenz: Touristin beschädigt Neptunbrunnen
Eine 28-jährige Touristin verursachte am Neptunbrunnen in Florenz Schäden von rund 5.000 Euro. Während eines Junggesellinnenabschieds überstieg sie ein Geländer, kletterte über den Beckenrand und stieg auf Teile der Brunnenfiguren – nur um nicht ins Wasser zu treten. Ihr Ziel: Im Rahmen einer Vorhochzeits-Challenge die Intimbereiche der Statue zu berühren. Laut Ermittlern entstanden kleinere, aber erhebliche Schäden an den Beinen der Pferdefiguren sowie an einem Fries, an dem sie sich festhielt. Die Frau wurde wegen der Beschädigung eines künstlerischen und architektonischen Kulturguts angezeigt, gilt aber bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung als unschuldig.
„Van Gogh“-Stuhl im Palazzo Maffei zerstört
Im Palazzo Maffei in Verona endete ein Fotomoment im Fiasko. Der Barockbau beherbergt seit 2020 eine Kunstsammlung mit 350 Werken – darunter der sogenannte „Van Gogh“-Stuhl des niederländischen Künstlers Nicola Bolla. Ein Stuhl, besetzt mit glitzernden Swarovski-Kristallen. Ein Video auf dem Instagram-Kanal des Museums zeigt, wie ein Urlauberpaar sich gegenseitig mit dem Kunstwerk fotografiert. Erst tun beide nur so, als wollten sie sich setzen. Dann entscheidet sich der Mann anders – und setzt sich tatsächlich. Der Stuhl bricht sofort unter ihm zusammen. Kaum steht er wieder, verlassen beide fluchtartig den Saal. Dass Überwachungskameras alles aufzeichneten und die Bilder viral gehen würden, ahnten sie offenbar nicht. Das Museum sprach von „leichtsinnig und respektlos“ und erstattete Anzeige.
Schmuck in Unterhosen versteckt
Auf der MSC Virtuosa in Southampton eskalierte 2024 ein All-inclusive-Getränkepaket. Zwei britische Touristen waren kaum an Bord, da saßen sie schon vier Stunden in einer Bar und tranken. Später filmten Überwachungskameras, wie die beiden in einem unbeobachteten Moment Schmuckstücke aus dem bordeigenen Juweliergeschäft entwendeten – und in ihre Unterhosen stopften. Da das Schiff noch nicht abgelegt hatte, konnte die Polizei sofort eingreifen. Die Beute im Wert von rund 88.000 Euro blieb jedoch größtenteils verschwunden. Einer der Männer gab zu, Stücke für eine beträchtliche Summe verkauft zu haben. Beide erhielten eine 15-monatige Bewährungsstrafe. Der stark alkoholisierte Zustand und die beeinträchtigte Zurechnungsfähigkeit hätten zu dem vergleichsweise milden Urteil beigetragen.
Loch in Hotelzimmerwand geschlagen
Auch auf Mallorca mussten Behörden eingreifen. Eine Gruppe niederländischer Touristen wurde am Flughafen vorübergehend festgenommen. Sie hatten ihr Hotel offenbar überstürzt und ohne Check-out verlassen. Im Hotel entdeckte das Personal ein Loch in der Wand zwischen zwei der drei gebuchten Zimmer. Die jungen Männer zwischen 18 und 20 Jahren hätten besser gleich Zimmer mit Verbindungstüren buchen sollen. Die Haftrichterin sah das weniger humorvoll. Die Reisepässe der Männer wurden einbehalten, bis sie den Schaden von über 2.000 Euro beglichen hatten.
Sex-Video auf Cheopspyramide
2018 kletterte ein dänischer Fotograf nachts mit seiner Partnerin auf die Cheopspyramide. Das ist strengstens verboten. Oben filmte und fotografierte er sich beim – zumindest angedeuteten – Sex. Die Behörden sprachen von „einem Verstoß gegen die öffentliche Moral“. Die Staatsanwaltschaft ermittelte. Bereits 2016 hatte Ägypten einen deutschen Touristen mit einer lebenslangen Einreisesperre belegt, weil er auf eine Pyramide geklettert war.
„The Unruly Tourists“ abgeschoben
2019 sorgte eine britische Großfamilie in Neuseeland für Schlagzeilen. Sie vermüllte Strände, stahl in Tankstellen, weigerte sich in Restaurants zu zahlen und pöbelte Kritiker an. Videos der Vorfälle landeten im Netz. Tausende Neuseeländer forderten per Petition die Ausweisung der „Touristen aus der Hölle“. Die Familie erhielt einen Abschiebe-Bescheid. Ihre Geschichte wurde später als Musical-Satire unter dem Titel „The Unruly Tourists“ auf die Bühne gebracht.



