MVV-Radlrallye 2026: Geheimtipps auf zwei neuen Traumstrecken
MVV-Radlrallye 2026: Traumstrecken im Münchner Umland

Die MVV-Radlrallye 2026 lockt mit zwei neuen Strecken, die Genuss und Entdeckung vereinen. Im Gegensatz zu sportlichen Zeitfahren steht hier das Erlebnis im Vordergrund: entspanntes Radeln in eigenem Tempo, unterbrochen von einigen kniffligen Fragen, die vor Ort zu beantworten sind. So wird neben der körperlichen auch die geistige Fitness trainiert. Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten laden zur Stärkung ein und machen die Tour zu einem abwechslungsreichen Ausflug.

Von Neubiberg nach Starnberg: Vom alten Flughafen zu den Römern

Die erste Route startet am S-Bahnhof Neubiberg (S5) und endet in Starnberg-Nord (S6). Ein wichtiger Hinweis: Der Starnberger Bahnhof hat keinen Aufzug, wohl aber Starnberg-Nord. Die Strecke führt über die ehemalige Start- und Landebahn eines früheren Militärflugplatzes, auf dem einst Jets der US Air Force und der Bundeswehr starteten. Heute rollen Radfahrer hier verkehrsfrei dahin.

Weiter geht es durch ein Neubaugebiet, entlang der Bahngleise und in den Perlacher Forst. Wer mag, erklimmt den Perlacher Mugl und genießt bei guter Sicht einen fantastischen Panoramablick. Eine Tafel erklärt die umliegenden Berge. Danach führt der Weg auf Teerstraßen durch den Wald vorbei am Bavaria-Film-Gelände. Entlang der Isar erreicht man Großhesselohe mit der ersten Einkehrmöglichkeit im Biergarten der Waldwirtschaft. Wer noch etwas weiter möchte, fährt nach Pullach zum Rabenwirt.

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Nach einer Stärkung geht es isaraufwärts Richtung Süden. Die Radler überqueren die stark befahrene B 11 und gelangen in den Forstenrieder Park. Nach einigen Kilometern erreicht man Leutstetten, wo ein besonderer Biergarten zur Rast einlädt: Vor der Schloßwirtschaft erinnert ein Brunnen mit Gedenktafel an König Ludwig III. Die letzte Etappe führt über die Wangener Straße nach Starnberg zum Leutstettener Moos mit der Villa Rustica, einem ehemaligen römischen Gutshof. Hier wartet die letzte Frage der Rallye.

Über den Radweg geht es weiter nach Starnberg zum Bahnhof Starnberg-Nord. Ein Teilstück wird abenteuerlich: Der Weg führt mehrere hundert Meter über einen Brettersteg – ein haptisches und akustisches Erlebnis. Die Strecke ist rund 40 Kilometer lang mit etwa 300 Höhenmetern. Der Schwierigkeitsgrad ist „einfach bis mittel“, geeignet für Tourenräder, Mountainbikes und Pedelecs. Die Tour verläuft größtenteils auf Teerstraßen, der Rest auf Wald- und Forstwegen mit festem Kies.

Entlang der Isar bis zum Freisinger Dom

Die zweite Tour startet am S-Bahnhof Poing (S6) und führt in die Domstadt Freising. Gleich zu Beginn beeindruckt die Pater-Rupert-Mayer-Kirche, ein moderner Bau mit zahlreichen Auszeichnungen. Hier wartet die erste Frage. Entspannt geht es weiter durch weite Moorlandschaften, grüne Parks und entlang eines der schönsten Flussradwege Oberbayerns. Ruhige Feldwege führen durch das Landshamer Moos zum Speichersee und weiter durch Ismaning. Wer eine Pause einlegen möchte, findet im Biergarten „Zur Mühle“ oder dem Neuwirt eine erste Einkehrmöglichkeit.

Frisch gestärkt geht es gemütlich an der Isar entlang. Kurz vor Freising kann es aufgrund von Hochwasserschäden zu einer Umleitung kommen. Das Ziel ist der Freisinger Domberg, wo historische Eindrücke im Dom und ein Blick über die Stadt warten. Zum Abschluss gibt es die wohlverdiente Einkehr: In Freising stehen verschiedene Cafés und Lokale zur Auswahl. Wer noch ein Stück weiterfährt, kann im Bräustüberl in Weihenstephan eine Brotzeit genießen – hier wurde der Obazd‘n geboren.

Die Strecke ist etwa 47 Kilometer lang mit nur 150 Höhenmetern, der Schwierigkeitsgrad ist „leicht“. Meist geht es über gut ausgebaute Feld-, Kies- und Asphaltwege. Kurz vor Freising muss man wegen Hochwasserschäden eventuell einer Umleitung folgen.

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