Oster-Streik auf Mallorca in letzter Minute abgeblasen
Die gute Nachricht zuerst: Der angekündigte Streik des Bodenpersonals an spanischen Flughäfen rund um Ostern wurde kurzfristig abgesagt. Damit können die vielen deutschen Urlauber, die traditionell die Feiertage auf Mallorca verbringen, aufatmen. Die schlechte Nachricht: Trotzdem könnte die Anreise zur beliebtesten Ferieninsel der Deutschen zur Geduldsprobe werden.
Reiseveranstalter empfehlen Gelassenheit im Handgepäck
Reiseveranstalter raten Urlaubern, neben den üblichen Reiseutensilien auch eine Portion Geduld einzupacken. Angela de Sando, Sprecherin der DERTOUR Group, warnt gegenüber dem „Mallorca Magazin“ vor möglichen „langen Wartezeiten bei allen notwendigen Ein- und Ausreiseprozessen“ an den Flughäfen. Reisende sollten ausreichend Zeitpuffer einplanen, um entspannt ans Ziel zu gelangen.
Der geplante Arbeitskampf hätte pünktlich zum erwarteten Oster-Ansturm stattfinden sollen. Das Bodenpersonal an rund einem Dutzend spanischer Airports – darunter auch Palma de Mallorca – wollte für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen streiken. Am Freitag einigten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber jedoch auf einen Aufschub.
Mallorca startet mit Rekordandrang in die Saison
Ostern markiert traditionell den Start der Reisesaison auf der Balearen-Insel. Jährlich besuchen etwa 4,5 bis 5 Millionen Deutsche Mallorca. In diesem Jahr rechnen Experten aufgrund der geopolitischen Lage mit einem besonders starken Andrang. Dennoch bleiben die Reiseveranstalter insgesamt gelassen.
Alltours bezeichnet den Zeitpunkt eines möglichen Streiks zwar als „ungünstig“, erwartet aber keine größeren Auswirkungen. Der Veranstalter sieht ein kalkulierbares Risiko und kein drohendes Chaos. Viele Spanien-Reisende seien ohnehin nicht betroffen, da zahlreiche Kunden mit Charter-Airlines fliegen, die ihre eigene Bodenabfertigung nutzen.
TUI setzt auf eigene Ressourcen
Der Reisekonzern TUI steht im engen Austausch mit den Behörden und bleibt entspannt. Vereinzelte Verspätungen seien möglich, massive Ausfälle werden jedoch nicht erwartet. TUI betont seine Stärke durch die eigene Airline TUIfly, mit der flexibel neue Flüge angeboten werden können. Eigenes Personal und eigene Prozesse federn mögliche Engpässe ab.
Unterm Strich bleibt die Lage für Mallorca-Urlauber überschaubar. Auch wenn die Karwoche auf der Insel voll werden wird und es an Flughäfen zu Verzögerungen kommen kann, drohen aus Sicht der Reiseveranstalter keine größeren Probleme. Die Auszeit im Süden kann stattfinden – mit vielleicht etwas mehr Geduld als gewohnt.



