Hotelbau-Verzögerung in Klink belastet Dorfkasse und Wegebau-Projekte
Hotelbau-Verzögerung belastet Klinker Dorfkasse

Hotel-Eröffnung in Klink erneut verschoben – Gemeinde spürt finanzielle Auswirkungen

Die Gemeinde Klink an der Müritz muss weiterhin Geduld aufbringen. Der geplante Start des neuen Dorint-Seehotels, der ursprünglich zu Ostern erfolgen sollte, verzögert sich erneut. Als neuen Eröffnungstermin nennt die Hotelkette auf ihrer Unternehmenswebsite nun das vierte Quartal 2026. Trotz dieser Rückschläge versucht Bürgermeister Thomas Beckmann von der Wählergemeinschaft, optimistisch zu bleiben.

Finanzielle Einbußen für die kommunale Kasse

Die Verzögerung hat konkrete finanzielle Konsequenzen für die Gemeinde. Beckmann hatte bereits einen guten sechsstelligen Betrag an Einnahmen kalkuliert, die durch Hotelgäste, Steuern und weitere Effekte in die Dorfkasse fließen sollten. Diese Einnahmen bleiben nun vorerst aus. Zudem hoffte die Gemeinde auf neue Einwohner, die durch Arbeitsplätze im Hotel nach Klink ziehen könnten – ein wichtiger Faktor für das Wachstumsziel von aktuell 1250 auf 1500 Einwohner in den nächsten zehn Jahren.

Wegebau-Projekt am Hafen blockiert

Eine weitere direkte Folge der Bauverzögerung betrifft die geplante Erneuerung der Hafenpromenade. Der Gemeinderat möchte den beliebten Weg vom Hafen zum Strand und Hotelneubau attraktiver gestalten, doch zwei der benötigten Flurstücke befinden sich im Besitz des Investors. „Dass wir die Wege-Stücke kaufen können, ist seit langem mit Preis und Handschlag besiegelt, hängt aber auch am Fortschritt und an der Fertigstellung des Hotels“, erklärt Bürgermeister Beckmann. Die Flächen gehören einer Stiftung, was die Übertragung zusätzlich erschwert.

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Langer Weg seit der Sprengung 2017

Die Geschichte des Hotelprojekts ist von Verzögerungen geprägt. Nach der spektakulären Sprengung des alten FDGB-Hotels im Jahr 2017 gab es immer wieder Rückschläge. 2024 wurden unter anderem der Tod des Architekten, hohe Zinsen und gestiegene Baukosten als Gründe genannt. In der Gemeinde gab es zeitweise Befürchtungen vor einem „ewigen Rohbau“ oder sogar einem kompletten Bau-Stopp. Diese Sorgen haben sich zwar nicht bestätigt, doch die Gelassenheit wird erst mit den ersten Hotelgästen zurückkehren.

Bürgermeister setzt auf Zuversicht

Trotz aller Herausforderungen betont Thomas Beckmann die positiven Aspekte: „Wenn man sich das Objekt immer wieder ansieht, merkt man, wie es wächst und wie es vorangeht“. Persönlich wünscht er sich eine Eröffnung „am liebsten morgen“, akzeptiert aber die Entscheidungen des Investors. Mit bald zehn Jahren seit der Sprengung des alten Hotels bleibt die Zuversicht wichtig – „alles andere habe keinen Sinn und raube Energie“, so der Bürgermeister. Diese Energie wird auch für weitere Projekte benötigt, die die Müritz-Gemeinde plant.

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