Ägyptischer Reiseführer wegen Kritzeleien an antiker Pyramide festgenommen
Die ägyptischen Behörden zeigen bei der Bewahrung des pharaonischen Erbes keinerlei Toleranz. Ein Reiseführer wurde nun festgenommen, weil er angeblich Fassadenreste der über 4000 Jahre alten Unas-Pyramide bekritzelt hat. Laut Innenministerium in Kairo gestand der Mann die Tat und muss mit mindestens einem Jahr Gefängnis sowie einer Geldstrafe von umgerechnet knapp 9.000 Euro rechnen.
Vandalismus an historischem Monument
Der Vorfall ereignete sich in Sakkara, der Nekropole der altägyptischen Hauptstadt Memphis in der Nähe von Kairo. Die Unas-Pyramide, ein monumentales Grabmal aus der 5. Dynastie, ist besonders für ihre wertvollen Inschriften bekannt. Der Reiseführer soll die Oberfläche der Pyramide genutzt haben, um seinen Touristen etwas zu veranschaulichen – eine Aktion, die bei den Behörden auf scharfe Kritik stieß.
Glücklicherweise konnten die Kritzeleien laut offiziellen Angaben wieder entfernt werden. Ein Video, das in sozialen Medien kursiert, zeigt angeblich, wie der Mann auf frischer Tat ertappt und zur Rede gestellt wurde. Viele Nutzer äußerten sich empört über den laxen Umgang mit solch bedeutenden archäologischen Zeugnissen.
Tourismus und Kulturerbe im Fokus
Die ägyptische Regierung setzt sich seit Jahren intensiv für die Förderung des Tourismus ein. Mit der Eröffnung des Grand National Museums in Kairo im November des vergangenen Jahres hat sich auch in der Bevölkerung ein neues Bewusstsein für das antike Erbe entwickelt. Dieser Vorfall unterstreicht die strengen Maßnahmen, die zum Schutz historischer Stätten ergriffen werden.
Die Unas-Pyramide gilt als eines der wichtigsten Denkmäler aus der Zeit des Pharaos Unas und zieht jährlich tausende Besucher an. Die Festnahme des Reiseführers sendet ein klares Signal: Vandalismus an solchen Kulturgütern wird nicht geduldet und hat schwerwiegende Konsequenzen.



