Griechisches Restaurant in Prenzlau erhält Sondergenehmigung trotz Vollsperrung
Restaurant erhält Sondergenehmigung trotz Vollsperrung (03.04.2026)

Existenzbedrohung durch Straßensperrung: Griechisches Restaurant erhält Rettungsleine

Eine monatelange Vollsperrung der Güstower Straße (L25) in Prenzlau hat das beliebte griechische Restaurant "Kreta" in eine existenzielle Krise gestürzt. Seit Wochen blieben die Gäste aus, die Arbeitsplätze von fünf Angestellten standen auf dem Spiel und die Betreiber fürchteten das Schlimmste. Doch jetzt gibt es eine vorläufige Lösung, die Mitinhaber Zef Vorfi vorerst aufatmen lässt.

Bürgermeister greift persönlich ein

Nachdem sich die Restaurantbetreiber öffentlich über ihre prekäre Situation beklagt hatten, fuhr Bürgermeister Marek Wöller-Beetz (CDU) persönlich vor Ort. Gemeinsam mit City-Managerin Susanne Ramm suchte er das Gespräch mit den Unternehmern. Die Betreiber bestätigten, dass sich seit Mitte März teilweise nur noch zehn Gäste in das ansonsten gut frequentierte Lokal verirrt hatten - ein dramatischer Einbruch.

Das Problem: Die Vollsperrung der Güstower Straße zwang Gäste zu einem 15 Kilometer langen Umweg über Dedelow. Vielen war dieser Weg zu weit oder angesichts der hohen Spritpreise zu teuer. Zudem hatte die Polizei an Wochenenden bereits Bußgelder verhängt, da die Ausnahme vom Durchfahrtsverbot nur für Anwohner, nicht aber für Anlieger galt.

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Sondergenehmigung als Rettungsanker

Bürgermeister Wöller-Beetz erteilte nun eine Einzelfallentscheidung: Er genehmigt dem Restaurant "Kreta" und seinen Gästen bis auf Weiteres die Passage der Baustelle von beiden Seiten. Diese Sondergenehmigung gilt allerdings ausschließlich für das griechische Lokal und stellt eine Übergangslösung dar, solange noch keine Bauarbeiter direkt auf der Straße tätig sind und die Fahrbahn noch nicht aufgerissen wurde.

"Wir brauchen dringend den guten Umsatz bis in den September hinein, damit sich unser Betrieb übers Jahr gesehen rechnet und die Arbeitsplätze gesichert bleiben", erklärte Zef Vorfi die wirtschaftliche Notwendigkeit. Das Restaurant ist auf regen Gastbetrieb angewiesen, um überleben zu können.

Hoffnung auf arbeitsreiche Ostertage

Das Kreta-Team bereitet sich nun auf das Osterwochenende vor. Vorräte sind beschafft, das große Osterkochen kann beginnen. Das Restaurant bleibt bis Ostermontag durchgehend geöffnet. Die Mitarbeiter hoffen, dass die Ausnahmeregelung vielleicht sogar über die Feiertage hinaus bestehen bleiben könnte - zumindest abends und an Wochenenden, wenn keine Bauarbeiten stattfinden.

Bürgermeister Wöller-Beetz versprach, alle Möglichkeiten zu prüfen, um die Gastronomie an dieser Stelle zu retten. Er appellierte jedoch gleichzeitig an alle, die den Bereich jetzt passieren, dies rücksichtsvoll und vorausschauend zu tun. Das "Durchfahrt verboten"-Schild bleibt weiterhin stehen und markiert die besondere Situation.

Das Krisengespräch endete mit einem freundlichen Händeschütteln und neuer Hoffnung für das griechische Restaurant. Ob die Sondergenehmigung tatsächlich zur dauerhaften Lösung wird oder nur eine vorübergehende Atempause bietet, bleibt abzuwarten. Fürs Erste kann das Kreta-Team jedoch optimistisch in die Zukunft blicken und auf gutes Ostergeschäft hoffen.

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