Goldbarren im Wert von 14 Millionen Euro in Benkos Schließfach entdeckt
Bei der Öffnung von zwei Schließfächern in Liechtenstein wurden Goldbarren im Wert von rund 14 Millionen Euro sowie Bargeld in Höhe von je einer Million Dollar und Schweizer Franken gefunden. Die Schließfächer gehören zur Ingbe-Stiftung der Familie des insolventen Investors René Benko. Die Öffnung erfolgte unter notarieller Aufsicht und im Zuge der Signa-Pleite auf Anordnung des Insolvenzverwalters Andreas Grabenweger.
In den Schließfächern befanden sich tausende Goldbarren in Stückelungen von 10, 50 und 100 Gramm. Der spektakuläre Fund soll nun für die Gläubiger gesichert werden. Offiziell gehört das Vermögen nicht Benko selbst, sondern der Stiftung, die er 2014 mit seiner Mutter Ingeborg gründete. Ziel der Stiftung ist es, Familienmitglieder zu unterstützen. Der Insolvenzverwalter ließ bereits im Januar Vermögenswerte von rund 50 Millionen Euro per Gerichtsbeschluss einfrieren.
Die entdeckten Goldbarren und das Bargeld sind nun gesichert und liegen auf einem Depot der Stiftung. Ein Liechtensteiner Gericht muss in den nächsten ein bis zwei Monaten entscheiden, wer Zugriff auf die Millionen erhält. Nach Informationen der BILD argumentiert die Benko-Seite, dass nichts versteckt worden sei und alles in den Bilanzen aufgelistet war.
Laura-Privatstiftung ebenfalls pleite
Bereits Mitte März musste die Laura-Privatstiftung beim Landesgericht Innsbruck Insolvenz anmelden. In der Stiftung und ihren rund 70 Tochtergesellschaften befanden sich Immobilien und Luxusobjekte im Wert von etwa 400 Millionen Euro. Die Stiftung ist nach Benkos ältester Tochter aus erster Ehe benannt. Im Zusammenhang mit der Insolvenz wurde bekannt, dass seine Traumvilla in Igls bei Innsbruck mit einer Gesamtfläche von rund 6000 Quadratmetern verkauft werden soll.



