Mopedfahrer aufgepasst: Ab Sonntag drohen Strafen ohne schwarzes Kennzeichen
Der Frühling steht vor der Tür und mit ihm beginnt die neue Saison für alle Zweiradfahrer. Doch Vorsicht: Ab Sonntag müssen Mopedfahrer, Rollerbesitzer und E-Scooter-Nutzer ihr Fahrzeug mit einem neuen Versicherungskennzeichen ausstatten. Wer diese Pflicht vernachlässigt, macht sich nicht nur ordnungswidrig, sondern unter Umständen sogar strafbar.
Die rechtlichen Konsequenzen sind gravierend
Laut dem aktuellen Bußgeldkatalog kostet das Fehlen eines gültigen Kennzeichens bereits 40 Euro. Doch das ist nur der Anfang der möglichen Konsequenzen. § 6 des Pflichtversicherungsgesetzes stellt klar, dass das Fahren ohne die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung als Straftat gewertet werden kann. Im Extremfall drohen den Fahrern Geldstrafen oder sogar Freiheitsentzug von bis zu einem Jahr.
Besonders kritisch wird die Situation, wenn es zu einem Unfall kommt. Wer ohne gültige Versicherung unterwegs ist und in einen Verkehrsunfall verwickelt wird, haftet persönlich und in voller Höhe für alle entstandenen Schäden. Dies kann schnell zu finanziellen Belastungen im fünfstelligen Bereich führen, wenn Schmerzensgeldansprüche oder umfangreiche Schadensersatzforderungen geltend gemacht werden.
Das Farbsystem der Versicherungskennzeichen
Das System zur Kennzeichnung der Versicherungsgültigkeit ist einfach, aber von entscheidender Bedeutung: Jedes Jahr wechselt die Farbe der Versicherungsplaketten. Nachdem im Vorjahr grüne Kennzeichen Pflicht waren, gilt für das Jahr 2026 die Farbe schwarz. Diese Farbkodierung ermöglicht es Polizeibeamten auf einen Blick zu erkennen, ob das Kennzeichen für das aktuelle Jahr gültig ist.
Von der Kennzeichenpflicht betroffen sind nicht nur klassische Mofas und Mopeds, sondern auch:
- Vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge wie Quads mit bis zu 45 km/h Höchstgeschwindigkeit und maximal 50 ccm Hubraum
- Elektro-Scooter mit einer Geschwindigkeit zwischen 6 km/h und 20 km/h
- Pedelecs, die schneller als 25 km/h fahren können
Kostengünstiger Schutz mit großer Wirkung
Die grundlegende Haftpflichtversicherung für diese Fahrzeuge ist erfreulich preiswert. Je nach Versicherungsanbieter liegen die Jahreskosten bei etwa 50 Euro. Wer später in die Saison startet, kann sogar anteilig weniger zahlen. Laut Angaben des ADAC bewegen sich die Tarife für eine erweiterte Teilkaskoversicherung in der Regel zwischen 80 und 100 Euro pro Jahr.
So kommen Sie an das neue Kennzeichen
Die Beantragung der neuen schwarzen Kennzeichen ist unkompliziert möglich. Fahrzeughalter können diese bequem online oder über ihren Versicherungsvertreter vor Ort anfordern. Viele Versicherer versenden die Kennzeichen sogar automatisch per Post, so dass kein separates Zutun erforderlich ist. Das Kennzeichen landet dann direkt im heimischen Briefkasten.
Wer jetzt rechtzeitig handelt, startet entspannt, vollständig versichert und gesetzeskonform in die Zweiradsaison 2026. Ein kleiner Aufwand, der vor großen finanziellen Risiken und rechtlichen Problemen schützt.



