Berufsorientierung an Förderschulen in Sachsen-Anhalt wird deutlich ausgebaut
Berufsorientierung an Förderschulen wird ausgebaut

Landesprogramm Brafo: Mehr Förderschulen bieten Berufsorientierung an

In Sachsen-Anhalt wird die berufliche Orientierung für Jugendliche mit Förderbedarf deutlich ausgeweitet. Das Landesprogramm Brafo, das bisher an 72 der insgesamt 97 Förderschulen im Land aktiv war, wird in diesem Jahr auf 83 Förderschulen und Landesbildungszentren erweitert. Dies gab das Arbeits- und Sozialministerium in Magdeburg bekannt.

Inklusive Berufsorientierung als Schlüssel zum Arbeitsmarkt

Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) betonte die Bedeutung dieser Entwicklung: „Das ist ein gutes Signal, denn ein inklusiver Arbeitsmarkt beginnt mit inklusiver Berufsorientierung. Dabei dürfen wir niemanden zurücklassen.“ Um den Zugang für alle Jugendlichen zu gewährleisten, wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen:

  • Zentrale Arbeitsmaterialien wurden in Leichte Sprache übertragen
  • Absprachen und Austausche zwischen Schulen und Betrieben wurden intensiviert
  • Anfahrt, Betreuung und angepasste Aufgabenlevel wurden organisiert

Breites Angebot für berufliche Perspektiven

Das Programm Brafo unterstützt jährlich etwa 11.000 Jugendliche der Klassenstufen 7 bis 9 aus verschiedenen Schulformen bei ihrer beruflichen Orientierung. Die Teilnehmer erhalten Einblicke in vielfältige Bereiche:

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram
  1. Handwerk und technische Berufe
  2. Informationstechnologie und digitale Berufe
  3. Kreativwirtschaft und gestalterische Berufe

Über 2.000 Unternehmen beteiligen sich aktiv am Programm, indem sie Praktikumsplätze zur Verfügung stellen oder Betriebserkundungen anbieten. Diese Kooperationen ermöglichen den Jugendlichen praktische Erfahrungen und konkrete Vorstellungen von möglichen Berufsfeldern.

Finanzierung und Zukunftsperspektiven

Das Programm wird durch verschiedene Förderquellen finanziert:

  • Mittel der Europäischen Union
  • Beiträge der Bundesagentur für Arbeit
  • Unterstützung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung

Die Ausweitung des Programms auf mehr Förderschulen unterstreicht das Bestreben, allen Jugendlichen gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bieten. Durch frühzeitige und individuelle Berufsorientierung sollen Übergänge von der Schule ins Berufsleben nachhaltig verbessert werden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration