Thüringer Schule veröffentlicht manipuliertes Foto mit Anti-AfD-Schriftzug
Ein Vorfall an einem Gymnasium in Saalfeld in Ostthüringen hat das Staatliche Schulamt Südthüringen auf den Plan gerufen. Wie das Thüringer Bildungsministerium mitteilte, wurde eine Pressemitteilung der Schule mit einem manipulierten Foto veröffentlicht, das fälschlicherweise einen Anti-AfD-Schriftzug auf einer Schultafel zeigt.
Lehrer bearbeitete Bilddatei vor Veröffentlichung
Nach Darstellung der Schule hatte ein Lehrer das ursprüngliche Foto bearbeitet und den Schriftzug hinzugefügt. Bei dem Termin, bei dem das Bild entstand, ging es eigentlich um Fördermittel zur Restaurierung eines historischen Instruments. „Bei der Zusammenstellung der Pressemitteilung wurde der Schulleitung versehentlich eine von einer Lehrkraft bearbeitete Bilddatei anstelle des Originals übergeben“, erklärte das Bildungsministerium in einer offiziellen Stellungnahme.
Bildungsministerium erinnert an Neutralitätsgebot
Das Ministerium wies in seiner Reaktion deutlich auf das parteipolitische Neutralitätsgebot an Schulen hin, das unterschiedslos in alle politischen Richtungen gelte. Parteipolitische Positionierungen – gleich welcher Art – hätten in der schulischen Kommunikation keinen Platz, hieß es weiter. Das Staatliche Schulamt Südthüringen als zuständige Schul- und Dienstaufsichtsbehörde bewertet den Fall derzeit und prüft mögliche Konsequenzen.
Disziplinarische Maßnahmen werden geprüft
In der Stellungnahme des Bildungsministeriums wurde betont, dass verschiedene disziplinarische Maßnahmen denkbar seien. Der Vorfall unterstreicht die Sensibilität des Themas politischer Neutralität im Bildungsbereich, insbesondere in einer Zeit, in der Schulen zunehmend im Fokus öffentlicher Debatten stehen. Die genauen Umstände der Bildmanipulation und die Motivation des Lehrers werden nun im Rahmen der Ermittlungen des Schulamts geklärt.



