Der Regen hat nachgelassen, doch auf dem Grundstück in Plate ist es stiller geworden. Wo in den vergangenen Tagen noch Spürhunde suchten, Technik surrte und ein Unimog Erde bewegte, ziehen sich die Ermittler nun zurück. Die großangelegte Suche nach dem Goldschatz von Manching endet. Zumindest an diesem Ort.
Suche ohne Erfolg
„Wir haben alles abgesucht, aber den Goldschatz leider nicht gefunden. Wir werden die Suche heute Nachmittag abbrechen“, erklärte Fabian Puchelt, Sprecher des Landeskriminalamtes Bayern. Drei Tage lang hatten Einsatzkräfte aus mehreren Bundesländern und internationale Experten das rund 6000 Quadratmeter große Grundstück sowie das Wohnhaus des Hauptverdächtigen Zentimeter für Zentimeter durchkämmt, ohne den entscheidenden Fund.
Zum Einsatz kamen dabei nicht nur moderne Radartechnik und ein großflächiges Röntgengerät des Zolls, sondern auch speziell ausgebildete Spürhunde. Während ungarische Vierbeiner nach Gold suchten, waren Hunde aus Mecklenburg-Vorpommern auf Bargeld angesetzt. Selbst schweres Gerät wurde aufgefahren: Ein Unimog grub, hob und zog unter anderem einen Baum samt Wurzeln aus dem Boden, in der Hoffnung, darunter ein Versteck zu finden. Doch zurück bleibt nur aufgewühlte Erde.
Ermittler geben nicht auf
Trotz des ernüchternden Ergebnisses geben die Ermittler nicht auf. „Wir werden weitersuchen, nur eben nicht jetzt auf dem Grundstück in Plate“, so der LKA-Sprecher. Die Suche verlagert sich damit. Wohin genau, das bleibt offen.
Drei Kilogramm Gold bleiben verschwunden
Im Fokus der Ermittlungen steht weiterhin der spektakuläre Einbruch in das Kelten-Römer-Museum in Manching im November 2022. Damals wurde der größte keltische Goldfund des 20. Jahrhunderts gestohlen: 483 Münzen und ein Goldklumpen mit einem Gesamtgewicht von rund 3,7 Kilogramm. Ein Teil der Beute tauchte später wieder auf, mutmaßlich eingeschmolzen. Doch 411 Münzen, rund drei Kilogramm Gold, fehlen bis heute.
Als Hauptverdächtiger gilt ein Mann aus Plate, der bereits zu elf Jahren Haft verurteilt wurde – das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Die Ermittler vermuten, dass sich zumindest Teile des Schatzes noch immer in seinem Besitz befinden könnten. Auch gegen seine Lebensgefährtin wird ermittelt.



