Im Mordfall Fabian sorgt die erneute Beziehung des Vaters mit der Angeklagten Gina H. für Aufsehen. Vor dem Landgericht Rostock machte Matthias R. am dritten Prozesstag Aussagen, die viele überraschten. Er zog frühere belastende Aussagen gegen die Angeklagte zurück und gab zu, wieder eine Beziehung mit ihr zu führen. Die Anwältin von Fabians Mutter, Frau Habetha, äußerte sich gegenüber unserer Redaktion schockiert über dieses Verhalten.
Vater steht hinter Angeklagter
Matthias R. betonte vor Gericht, dass er fest an die Unschuld von Gina H. glaube. Er unterstütze ihre Version der Ereignisse und habe sie mehrfach im Gefängnis besucht. Diese enge Verbindung zur Angeklagten wirft neue Fragen auf und belastet das Verhältnis zur Mutter des getöteten Jungen.
Anwältin erhebt schwere Vorwürfe
Frau Habetha, die Rechtsvertreterin der Mutter, schilderte in einem Videointerview ihre Wahrnehmung. Sie kritisierte das Verhalten des Vaters scharf und sprach von einer „unfassbaren Situation“. Die Anwältin betonte, dass die Beziehung des Vaters zur Angeklagten das Verfahren emotional belaste und das Leid der Mutter noch vergrößere. Sie forderte eine klare Distanzierung des Vaters von der Tatverdächtigen.
Der Prozess gegen Gina H. wegen Mordes an ihrem Stiefsohn Fabian wird in den kommenden Wochen fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, den Jungen getötet zu haben. Die Verteidigung plädiert auf Freispruch. Die Aussagen des Vaters könnten den Ausgang des Verfahrens maßgeblich beeinflussen.



