Höhere Belastung für Familien: Kita-Essen in Wittenberg wird teurer
Die finanzielle Belastung für Familien mit Kindern im Landkreis Wittenberg nimmt weiter zu. Nachdem bereits die Gebühren für kommunale Kindertagesstätten angehoben wurden, ziehen nun auch mehrere Anbieter von Mittagessen in Kitas nach. Die Preiserhöhungen treffen Eltern und Kinder gleichermaßen.
Eine junge Mutter, die namentlich bekannt ist, rechnet vor: Durch die gestiegenen Kosten für das Mittagessen und die höheren Kitagebühren zahle sie nun monatlich 50 Euro mehr für ihre Tochter. Sie wandte sich mit ihrem Unmut an die Mitteldeutsche Zeitung (MZ).
Gründe für die Preiserhöhung
Die Anbieter des Kita-Essens nennen mehrere Gründe für die gestiegenen Preise. Dazu gehören höhere Einkaufskosten für Lebensmittel, gestiegene Energiepreise und höhere Lohnkosten. Ein Beispiel ist Veronikas Backshop in Abtsdorf. Chefin Veronika Schreiner beliefert zwei Kitas, eine Schule sowie Senioren mit Mittagessen und betreibt zudem einen Partyservice. Auch sie musste die Preise anpassen.
Die Erhöhungen fallen je nach Anbieter unterschiedlich aus. In einigen Fällen beträgt der Aufschlag nur wenige Cent pro Mahlzeit, in anderen Fällen sind es mehrere Euro pro Monat. Für Familien mit mehreren Kindern summiert sich dies schnell zu einer spürbaren Mehrbelastung.
Reaktionen der Betroffenen
Die Reaktionen der Eltern sind gemischt. Viele zeigen Verständnis für die Notwendigkeit von Preisanpassungen, kritisieren jedoch die Höhe und die Kurzfristigkeit der Erhöhungen. Einige Eltern überlegen nun, ob sie das Essen in der Kita abbestellen und ihren Kindern eigene Mahlzeiten mitgeben sollen. Andere fordern von der Politik mehr Unterstützung für Familien.
Die Kommunen stehen vor der Herausforderung, die Qualität der Verpflegung zu erhalten, ohne die Eltern übermäßig zu belasten. Diskutiert werden unter anderem Zuschüsse für einkommensschwache Familien oder eine stärkere Subventionierung des Kita-Essens durch die öffentliche Hand.



