Geburtstagsfeier wird zur Großspende für Hospizarbeit
Was schenkt man einem Menschen, der bereits alles hat? Diese Frage stellt sich bei Geburtstagsfeiern häufig. Jürgen Baumgarten aus der Region Hagenow hatte dafür eine außergewöhnliche Lösung parat. Anstatt sich persönliche Geschenke zu wünschen, bat der nun 80-Jährige seine Gäste, für die Schweriner Hospizstiftung zu spenden. Das Ergebnis dieser besonderen Aktion kann sich wahrlich sehen lassen.
Eine außergewöhnliche Spendensumme kommt zusammen
Bei der Feier im Februar steckten die zahlreichen Gäste Scheine und Briefumschläge in die dafür vorgesehenen Sammeltöpfe. Nun steht die beeindruckende Summe fest: 7.500 Euro kamen für die Hospizarbeit zusammen. „Es sind 7.500 Euro geworden“, freut sich Jürgen Baumgarten sichtlich gerührt über die Großzügigkeit seiner Freunde und Bekannten.
Karsten Arndt, der Vorsitzende der Schweriner Hospizstiftung, zeigt sich ebenfalls begeistert von diesem Ergebnis. „Das ist sensationell“, betont er nachdrücklich. Zwar gebe es immer wieder Spendenaktionen für die Stiftung, doch eine derart hohe Summe bei einer einzelnen Veranstaltung sei auch für ihn etwas Besonderes. „So eine Summe habe ich auch noch nicht gesehen“, gesteht Arndt ein.
Hospizarbeit umfasst mehr als Sterbebegleitung
Was konkret mit den gesammelten Geldern geschehen soll, muss noch der Stiftungsrat entscheiden. Karsten Arndt erläutert jedoch bereits mögliche Verwendungszwecke. Sowohl die stationäre Hospizarbeit in Schwerin als auch die ambulante Betreuung könnten von der Spende profitieren. Dabei betont er, dass Hospizarbeit weit mehr umfasst als nur die Begleitung Sterbender auf ihrem letzten Weg.
„Das Gehen eines Menschen sei dabei nur ein Aspekt“, erklärt Arndt. Ebenso wichtig sei die Betreuung der Hinterbliebenen bei ihrer Trauerbewältigung. Die Schweriner Hospizstiftung setzt sich seit 30 Jahren dafür ein, dass Themen wie Sterbebegleitung und Trauerbewältigung in der Gesellschaft enttabuisiert werden.
Großzügigkeit aus persönlicher Verbundenheit
Jürgen Baumgarten, der durch seine Tätigkeiten als Stuntman, Unternehmer und Politiker in der Region bekannt ist, zeigt sich tief berührt von der Bereitschaft seiner Gäste. „Die Leute sind gekommen, weil sie mich mögen und sie haben aus demselben Grund gespendet“, erklärt der Jubilar. Diese persönliche Verbundenheit habe zu der außergewöhnlichen Spendenbereitschaft geführt.
Karsten Arndt ist dem Geburtstagskind und allen Gästen außerordentlich dankbar für ihre Großzügigkeit. In einer Zeit, in der viele Organisationen um Spenden konkurrieren, sei eine derartige Unterstützung von unschätzbarem Wert für die wichtige Arbeit der Hospizstiftung. Die 7.500 Euro werden dazu beitragen, dass sterbende Menschen und ihre Angehörigen in der Region Schwerin weiterhin professionell und einfühlsam begleitet werden können.



