Familienpatenschaften in Halle: Ehrenamtliche entlasten Alleinerziehende, doch Wartelisten wachsen
Familienpatenschaften in Halle: Ehrenamtliche entlasten Alleinerziehende

Familienpatenschaften in Halle: Ehrenamtliche entlasten Alleinerziehende, doch Wartelisten wachsen

Ein Buch vorlesen, gemeinsam spazieren gehen oder bei kleinen Erledigungen helfen – diese einfachen Gesten können für Familien und Senioren in Halle eine enorme Entlastung bedeuten. Ehrenamtliche Paten schenken ihnen neue Kraft und unterstützen sie im oft stressigen Alltag. Die Nachfrage nach solchen Patenschaften ist in der Saalestadt jedoch so groß, dass viele Hilfesuchende auf Wartelisten stehen müssen, da es an freiwilligen Helfern fehlt.

Hoher Bedarf bei Alleinerziehenden

Besonders häufig wenden sich alleinerziehende Mütter an die Patenschaftsprogramme. Nach einer Trennung vom Partner managen sie den Familienalltag alleine, oft ohne Unterstützung durch Großeltern oder Freunde. Neben der Berufstätigkeit und der Kinderbetreuung bleibt kaum Zeit für Erholung oder persönliche Bedürfnisse. Hebammen und Kita-Mitarbeiter spielen hier eine wichtige Rolle, indem sie die Betroffenen auf die Möglichkeiten der Patenschaften aufmerksam machen und sie an entsprechende Stellen vermitteln.

Engagement der Franckeschen Stiftungen

Organisationen wie die Franckeschen Stiftungen in Halle bieten strukturierte Patenschaftsprogramme an, um diese Lücke zu schließen. Ehrenamtliche, darunter auch Studentinnen wie Lilly und Lotte, informieren sich bei Koordinatorinnen wie Sandra Wetekamp über die Möglichkeiten, Familien zu unterstützen. Die Paten übernehmen dabei keine professionellen Aufgaben, sondern leisten praktische und emotionale Unterstützung, die den Alltag erleichtert und Entlastung schafft.

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Herausforderungen und Perspektiven

Trotz des Engagements bestehen erhebliche Herausforderungen. Die Wartelisten für Patenschaften sind lang, und es fehlt an ausreichend Freiwilligen, die sich regelmäßig Zeit nehmen können. Die Stadt Halle und soziale Einrichtungen werben daher verstärkt um ehrenamtliches Engagement, um die wachsende Nachfrage bedienen zu können. Langfristig könnte dies nicht nur Familien entlasten, sondern auch das soziale Miteinander in der Kommune stärken und Isolation vorbeugen.

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