Vom Lesemuffel zum engagierten Lesepaten: Eine besondere Geschichte aus dem Burgenlandkreis
Im Burgenlandkreis gibt es eine bemerkenswerte Entwicklung im Bereich der Leseförderung: Mehr als 200 ehrenamtliche Lesepaten engagieren sich mittlerweile in Kindertagesstätten und Grundschulen der Region. Unter ihnen befindet sich der Großkorbethaer Johannes Drewitz, der seit drei Jahren zu diesem Kreis gehört und dabei eine besondere persönliche Geschichte mitbringt.
Ein ungewöhnlicher Werdegang: Vom Buchvermeider zum Bücherbotschafter
Johannes Drewitz gehört zu den wenigen Männern im Burgenlandkreis, die das Ehrenamt des Lesepaten ausüben. Was seine Geschichte besonders macht: Als Kind griff er selbst nicht gerne zu Büchern und galt eher als Lesemuffel. Heute beweist er nicht nur ein Herz für Kinder, sondern auch eine tiefe Leidenschaft für Bücher und deren Vermittlung.
Die Lesepaten im Burgenlandkreis verfolgen ein klares Ziel: Sie besuchen regelmäßig Bildungseinrichtungen, um den Kindern vorzulesen, sie zum eigenen Lesen zu ermutigen und die Freude am geschriebenen Wort zu wecken. Dabei geht es nicht nur um reine Wissensvermittlung, sondern um die emotionale Verbindung zur Literatur.
Die Bedeutung des Ehrenamts in der Leseförderung
Das Engagement von Menschen wie Johannes Drewitz zeigt, wie wertvoll ehrenamtliche Arbeit im Bildungsbereich sein kann. Die Lesepaten:
- Schaffen positive Leseerlebnisse für Kinder
- Fördern sprachliche Kompetenzen und Vorstellungskraft
- Bieten individuelle Betreuung neben dem regulären Unterricht
- Vermitteln Werte wie Geduld und Zuhören
Besonders bemerkenswert ist, dass Drewitz trotz seiner eigenen anfänglichen Distanz zu Büchern heute genau jene Begeisterung vermittelt, die ihm früher fehlte. Dies macht ihn zu einem authentischen Vorbild für Kinder, die möglicherweise ähnliche Hürden überwinden müssen.
Ein wachsendes Netzwerk der Leseförderung
Mit über 200 aktiven Lesepaten hat sich im Burgenlandkreis ein beachtliches Netzwerk etabliert. Diese Ehrenamtlichen tragen wesentlich dazu bei, die Lesekompetenz der jungen Generation zu stärken und gleichzeitig soziale Bindungen zwischen verschiedenen Altersgruppen zu knüpfen. Die regelmäßigen Besuche in Kitas und Grundschulen schaffen Kontinuität und Vertrauen, was für nachhaltige Lernerfolge entscheidend ist.
Die Geschichte von Johannes Drewitz aus Großkorbetha zeigt eindrucksvoll, wie persönliche Entwicklung und gesellschaftliches Engagement Hand in Hand gehen können. Sein Weg vom lesescheuen Kind zum begeisterten Lesepaten inspiriert nicht nur die Kinder, denen er vorliest, sondern könnte auch andere Erwachsene motivieren, sich ähnlich zu engagieren.



