Familie Sonntag startet mit Café Sonntagsglück in die Frühjahrssaison
In Groß Trebbow beginnt das süße Leben. Familie Sonntag eröffnet mit ihrem „Hofcafé Sonntagsglück“ die Frühjahrssaison und verwöhnt ihre Gäste mit himmlischen Kuchenkreationen. „Mit so vielen neuen Tortenideen, dass wir uns selbst bremsen müssen“, sagt Peggy Sonntag lachend. „Schön, dass es wieder losgeht. Backen ist für mich die Erfüllung. Und zu sehen, wie die Gäste sich freuen, so herzerwärmend.“ Jedes zweite und vierte Wochenende im Monat laden die Sonntags nun zum Kuchenschmaus ein.
Familienbetrieb mit vollem Einsatz
Die Eierschalen platzen, Mehlwolken steigen auf, die Mixer laufen heiß. Familie Sonntag schaltet an diesen Wochenenden in den Turbo-Modus. Mutter Peggy und Tochter Neele backen, Papa Jan rührt die Gelatine an und Sohn Lennard kümmert sich um den Abwasch. Alle vier klotzen ran, während draußen die Gäste sitzen und den idyllischen Blick auf die alte Kirche genießen, Kuchen mümmeln und sich Kaffee aus alten, bemalten Porzellankannen einschenken.
Peggy Sonntag beginnt schon am Donnerstagabend mit den Vorbereitungen. „Freitag mache ich dann den ganzen Tag Torten und am Samstag und Sonntag stehe ich früh auf, um frischen Hefekuchen und Brötchen zu backen“, erklärt sie. „Die Brötchen sind für die beiden Suppen, die wir anbieten. Kartoffelsuppe geht immer in Mecklenburg.“
Inspiration durch die Tochter
Viel Arbeit hat sich die Familie da aufgehalst. „Für uns ist das ein wunderbarer Ausgleich“, versichert Peggy Sonntag. „Mein Mann und ich sitzen ansonsten den ganzen Tag im Büro am Schreibtisch. Unsere Gäste sind toll. 99,9 Prozent freundlich und dankbar, dass es uns gibt.“ Auf die Idee mit dem Café sind die Sonntags übrigens durch ihre Tochter gekommen. Neele hat mit zehn Jahren mit dem Backen angefangen, ist ein richtiger Torten-Freak und kann sie alle aus dem Kopf zubereiten.
Die beliebte Toffifee-Torte hat sich Neele ausgedacht und das erste Mal ihrem Papa zum Geburtstag geschenkt. Sie enthält gehackte Toffifees und oben läuft Karamell herunter. Mindestens genauso beliebt ist im Café Sonntag die Dubai-Torte. „Wir schwenken türkisches Engelshaar in Butter“, erzählt Peggy Sonntag. „Am Ende kommt auf die Torte eine Pistazien-Creme. Vor allem die jüngeren Gäste mögen sie.“
Qualität und faire Preise
In dieser Saison steigt Familie Sonntag auf Dinkelmehl um. Weniger Zucker enthalten ihre Kuchen und Torten ohnehin schon. Das ist Peggy Sonntag wichtig. Und immer wird alles frisch angerührt, nichts kommt aus der Fertigpackung. Glutenfreies und Veganes gibt es auch. So ein breites Angebot verschlingt einiges an Organisations-Zeit. Um zackig im Supermarkt einzukaufen, plant die Groß Trebbowerin vorher alles in einer Excel-Tabelle.
Natürlich nerven sie beim Einkaufen die schwankenden Preise. „Milch und Butter waren im letzten Jahr so teuer, Sahne, Quark und Frischkäse und jetzt ist der Kakao der Hammer“, sagt sie. „Aber egal. Wir bleiben in dieser Saison bei unseren Preisen. Kaffee gibts wieder für 2,50 Euro und das Stück Torte für 4 Euro.“ Peggy Sonntag ist froh, dass sie nicht vom Café leben müssen. „Für uns ist das ein Zubrot“, sagt sie. „Ansonsten wäre das hart.“



