Michael Mittermeier spricht offen über vier Totgeburten und den Weg zum Familienglück
Mittermeier: Vier Totgeburten und der Weg zum Familienglück

Michael Mittermeier: Vier Totgeburten und der schwere Weg zum Familienglück

Für den Comedian Michael Mittermeier ist es ein bedeutender Geburtstag: Am 3. April wird der gebürtige Oberbayer 60 Jahre alt. Seit 45 Jahren steht er auf der Bühne und bringt sein Publikum zum Lachen, obwohl ihm selbst im Leben nicht immer danach zumute war. Nun spricht Mittermeier offen über die schwerste Zeit in seiner Ehe mit Gudrun (56) und wie sie ihn immer wieder zum Weitermachen motivieren konnte.

Schicksalsschläge und die Suche nach Hilfe

Während Michael Mittermeier in seiner Karriere viele Erfolge feiern konnte, war sein Privatleben von tiefen Schmerzen geprägt. Aus diesem Grund suchte er sich professionelle Unterstützung: "Irgendwann merkt man, dass man allein nicht weiterkommt. Ohne eine gute Therapie bist du verloren, weil du nicht alles mit deiner Frau oder deinen Freunden besprechen kannst", erklärt er im Interview mit "Hörzu". Der Comedian erinnert sich an besonders schmerzhafte Momente zurück: "Meine Frau und ich hatten einen langen Weg, um ein Kind zu bekommen. Vier Totgeburten, immer wieder die Hoffnung auf ein Kind, dann wieder die komplette Dunkelheit."

Die Bühne als Ventil und Gudruns Unterstützung

Trotz dieser emotionalen Belastung ließ sich Mittermeier nicht von seiner Leidenschaft abbringen: "Trotzdem bin ich in der Zeit auf die Bühne gegangen", berichtet der 59-Jährige. Seine Ehefrau Gudrun spielte dabei eine entscheidende Rolle: "Auf der Bühne fühle ich mich gut. Es gab ein paar Auftritte, da hat meine Frau gesagt: 'Mach es, ich weiß, es hilft dir, es zu verarbeiten.'" Diese schmerzhaften Erfahrungen thematisiert der Komiker auch in seinen Comedy-Programmen. Im Juli 2023 sagte er in der "NDR Talk Show": "Seit 2005 hatte ich die toten Kinder jeden Tag dabei, auch auf der Bühne." Dies habe ihm geholfen, mit Humor die Dunkelheit zu vertreiben und diente als wichtiges Ventil.

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Die gemeinsame Tochter Lilly als Inspiration

Die Geburt der gemeinsamen Tochter Lilly im Jahr 2008 schenkte den Mittermeiers endlich die Familie, von der sie lange geträumt hatten. Über den Teenager sagt der Comedian: "Sie inspiriert mich. Aus Gesprächen mit ihr entsteht so viel. Es geht mir ans Herz, wie klar die jungen Menschen auf diese Welt schauen." In der Erziehung legt er besonderen Wert darauf, dass sein Kind stets geliebt wird und seinen eigenen Weg gehen kann. Obwohl Lilly nicht den Beruf der Comedienne anstrebt, scheint sie den Sinn für Humor geerbt zu haben. Im persönlichen AZ-Interview im März 2025 verriet Mittermeier: "Meine Tochter ist natürlich ein schwieriger Fall, weil man als Teenager natürlich nicht über die Witze vom Papa lachen will." Dennoch konnte er sie mit einem seiner Witze zum Lachen bringen, was für den Komiker ein besonderer Moment war.

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