Joachim Löw dementiert Gerüchte über Trainer-Posten bei Ghanas Nationalmannschaft
Löw verneint Kontakt mit Ghana für WM-Trainerposten

Irres Comeback-Gerücht: Löw verneint Kontakt mit Ghana für WM-Trainerposten

Es klingt wie ein verspäteter Aprilscherz, doch ein Portal berichtete jüngst über eine mögliche Verpflichtung des ehemaligen Bundestrainers Joachim Löw durch den ghanaischen Fußballverband. Der 66-jährige Weltmeistertrainer von 2014 hat diese Spekulationen jedoch umgehend und deutlich dementiert.

Portal behauptet kurz vor Vertragsunterzeichnung

Das Portal „ghanasoccernet“ hatte in einem Bericht behauptet, Löw stehe kurz davor, einen ausschließlich auf die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko bezogenen Vertrag zu unterzeichnen. Demnach sollten in den kommenden Tagen letzte Details geklärt und eine offizielle Bestätigung erwartet werden. Als Quelle wurden lediglich „mehrere Quellen“ genannt, die nicht näher spezifiziert wurden.

Löw und ghanaischer Verband dementieren einstimmig

Joachim Löw reagierte prompt auf diese Gerüchte und stellte gegenüber dem Pay-TV-Sender Sky klar: „Mit mir hat offiziell niemand von Ghana gesprochen.“ Auch die „Bild“-Zeitung hatte zuvor berichtet, dass es keinerlei Kontakt zwischen dem ghanaischen Fußballverband und dem ehemaligen Bundestrainer gebe. Winfried Schäfer, technischer Direktor des ghanaischen Verbandes, zeigte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur überrascht und erklärte, er habe keinerlei Kenntnis von einem bevorstehenden Deal mit seinem Landsmann Löw.

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Trainersuche fällt in Zuständigkeit des Verbandspräsidenten

Schäfer wies darauf hin, dass die Suche nach einem neuen Nationaltrainer nicht in seinen Zuständigkeitsbereich falle, sondern in den des Verbandspräsidenten Kurt Edwin Simeon-Okraku. Ghana sucht aktuell einen Nachfolger für Otto Addo, der nur wenige Stunden nach der 1:2-Niederlage gegen die deutsche Nationalmannschaft von seinen Aufgaben als Cheftrainer der „Black Stars“ entbunden wurde. Addo hatte das Team seit zwei Jahren betreut und war bereits 2022 als Interimscoach sowie bei der WM in Katar im Einsatz, wo Ghana in der Gruppenphase ausschied.

Löw schließt Rückkehr auf Trainerbank nicht grundsätzlich aus

Joachim Löw hat nach seinem Rücktritt als Bundestrainer nach der EM 2021 bislang alle Angebote als Chefcoach abgelehnt. Bereits im Vorjahr war er als WM-Trainer für Usbekistan im Gespräch, doch der Verband des WM-Neulings verpflichtete schließlich den früheren italienischen Weltmeister Fabio Cannavaro. In einem Interview mit Sky betonte Löw jedoch kürzlich: „Grundsätzlich habe ich gesagt, dass ich mich jetzt nicht in die Rente verabschieden möchte. Gerade wenn es noch einmal ein interessantes Angebot und eine gute Perspektive gibt.“ Falls er noch einmal einen Job antrete, gehe er davon aus, dass dies bei einem Nationalteam sein werde.

Ghana mit anspruchsvoller WM-Gruppe

Bei der anstehenden Weltmeisterschaft trifft Ghana in der Gruppenphase auf England, Kroatien und Panama. Vor der Niederlage gegen Deutschland hatte der viermalige Afrika-Cup-Gewinner auch ein Testspiel gegen Österreich mit 1:5 verloren. Die sportliche Herausforderung für den neuen Trainer wird somit beträchtlich sein. Joachim Löw, der mit Deutschland nicht nur 2014 Weltmeister wurde, sondern auch das EM-Finale 2008 sowie mehrere Halbfinals erreichte, bleibt vorerst weiterhin ohne neues Engagement im internationalen Fußball.

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