15 Jahre Haft für Drogenlieferantin von Matthew Perry
Im tragischen Fall um den Tod des weltberühmten „Friends“-Stars Matthew Perry ist die zentrale Drogenlieferantin des Schauspielers zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Die 42-jährige Jasveen S., die von den Ermittlungsbehörden als sogenannte „Ketamin-Queen“ bezeichnet wurde, muss für insgesamt 15 Jahre hinter Gitter.
Gericht folgt Forderung der Staatsanwaltschaft
Die zuständige Richterin in Los Angeles folgte am Mittwoch vollständig der Forderung der Staatsanwaltschaft und verhängte die maximale Strafe. In ihrer Urteilsbegründung betonte sie die besondere Schwere der Schuld der Angeklagten, die sich zuvor in mehreren Anklagepunkten schuldig bekannt hatte. Laut den Ermittlungsergebnissen lieferte Jasveen S. auch jene tödliche Dosis des Narkosemittels Ketamin, die im Oktober 2023 direkt zum Tod des beliebten Schauspielers führte.
Die Anklagevertretung zeichnete während des Verfahrens ein deutliches Bild des kriminellen Netzwerks: Die verurteilte Frau betrieb über Jahre hinweg ein äußerst lukratives Drogengeschäft und belieferte gezielt wohlhabende Kunden aus der Prominentenszene. Ihr erklärtes Ziel war es dabei, sich durch den illegalen Verkauf der Substanzen einen luxuriösen Lebensstil zu finanzieren, den sie regelmäßig in sozialen Medien zur Schau stellte.
Tod von Matthew Perry erschütterte die Welt
Matthew Perry, der in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren durch seine Rolle als Chandler Bing in der Kultserie „Friends“ weltberühmt wurde, wurde am 28. Oktober 2023 leblos in seinem Whirlpool auf seinem Anwesen in Los Angeles entdeckt. Die gerichtsmedizinische Untersuchung ergab eindeutig, dass Ketamin die Hauptursache für seinen tragischen Tod war. Der plötzliche Verlust des beliebten TV-Stars löste damals weltweit Bestürzung und Trauer aus.
Der Schauspieler hatte über viele Jahre hinweg offen mit seiner Drogensucht gekämpft und sich zuletzt sogar unter ärztlicher Aufsicht einer Ketamin-Therapie gegen Depressionen und Angstzustände unterzogen. Laut den Ermittlungserkenntnissen soll er sich jedoch immer größere Mengen der Substanz beschafft haben – weit über die ärztlich verordneten Dosierungen hinaus.
Verteidigungsargumente finden kein Gehör
Die Verteidigung der Angeklagten hatte während des Prozesses argumentiert, ihre Mandantin habe seit ihrer Festnahme im August 2024 bereits ausreichend Zeit in Untersuchungshaft verbracht. Eine weitere längere Haftstrafe sei daher nicht notwendig und unverhältnismäßig. Das Gericht folgte dieser Argumentation jedoch in keiner Weise und wies sie entschieden zurück.
Stattdessen betonten die Richterin und die Staatsanwaltschaft die besondere Verantwortung der Drogenhändlerin, die wissentlich und gewinnorientiert gefährliche Substanzen an suchtkranke Personen lieferte. Die hohe Strafe soll dabei auch eine abschreckende Wirkung auf ähnliche kriminelle Aktivitäten entfalten.
Die Familie von Matthew Perry, darunter seine Mutter Suzanne Perry und sein Stiefvater Keith Morrison, verfolgten das Gerichtsverfahren aufmerksam und waren bei der Urteilsverkündung persönlich anwesend. Für sie bedeutet das Urteil einen wichtigen Schritt im Umgang mit dem schmerzhaften Verlust des geliebten Familienmitglieds.



