Historischer Drogenfund in Rio de Janeiro: Polizei sichert 48 Tonnen Marihuana
In einem spektakulären Einsatz gegen die Organisierte Kriminalität hat die brasilianische Polizei in Rio de Janeiro den laut eigenen Angaben größten Drogenfund der Landesgeschichte gemacht. Rund 48 Tonnen Marihuana wurden auf der Dachfläche eines verlassenen Gebäudes im Complexo da Maré entdeckt, einem Verbund mehrerer Favelas im Norden der Millionenstadt.
Spürhunde führen zu milliardenschwerem Versteck
Das gut getarnte Versteck konnte dank des gezielten Einsatzes von Spürhunden aufgespürt werden, wie ein Kommandeur der Militärpolizei erklärte. Der sichergestellte Drogenbestand wird von den Ermittlern auf einen Wert von umgerechnet etwa 8,4 Millionen Euro geschätzt, was in Brasilianischen Real rund 50 Millionen entspricht. Nach Behördenangaben bedeutet dieser Fund einen erheblichen wirtschaftlichen Verlust für die kriminellen Netzwerke.
Großangelegte Operation mit über 250 Beamten
An der mehrstündigen, groß angelegten Polizeiaktion waren über 250 Beamte beteiligt. Der Abtransport der gewaltigen Drogenmenge dauerte etwa fünf Stunden und erforderte den Einsatz mehrerer Lastwagen. Neben dem Marihuana stellten die Einsatzkräfte bei der Durchsuchung auch mehrere Gewehre und Pistolen sicher, was auf die bewaffnete Natur der kriminellen Aktivitäten hinweist.
Brasilien als wichtiger Konsummarkt für Cannabis
Brasilien gilt als einer der größten Konsummärkte für Cannabis in ganz Südamerika. Ein erheblicher Teil der Ware stammt aus dem Nachbarland Paraguay und wird über Landrouten eingeschmuggelt. Kriminelle Gruppen organisieren den Handel meist dezentral, wodurch derart umfangreiche Lagerfunde wie dieser vergleichsweise selten sind. Die Entdeckung von fast 50 Tonnen Marihuana an einem einzigen Ort unterstreicht die Dimensionen des illegalen Drogenhandels in der Region.
Die Polizei wertet die erfolgreiche Operation als bedeutenden Schlag gegen die Organisierte Kriminalität in Rio de Janeiro. Die Sicherstellung solch großer Mengen an Rauschgift und Waffen trägt nach Einschätzung der Behörden maßgeblich zur Destabilisierung krimineller Strukturen bei und zeigt die Entschlossenheit im Kampf gegen den Drogenhandel.



