UN-Bericht: 326 humanitäre Helfer 2025 getötet – Schutzsystem kollabiert
326 humanitäre Helfer 2025 getötet – UN warnt vor Kollaps

UN-Bericht: 326 humanitäre Helfer im Jahr 2025 bei Einsätzen getötet

Die Vereinten Nationen haben alarmierende Zahlen veröffentlicht: Im vergangenen Jahr 2025 sind weltweit mindestens 326 humanitäre Helfer während ihrer lebensrettenden Arbeit getötet worden. Diese schockierende Statistik unterstreicht die zunehmenden Gefahren, denen Hilfskräfte in Konfliktgebieten ausgesetzt sind. Der Uno-Nothilfekoordinator Tom Fletcher präsentierte diese Daten am Mittwoch bei einer Sitzung des Uno-Sicherheitsrats, die sich mit dem Schutz von Zivilisten in bewaffneten Auseinandersetzungen befasste.

Besonders betroffene Regionen: Gaza und Westjordanland an der Spitze

Fletcher wies darauf hin, dass die mit Abstand meisten Todesfälle im Gazastreifen und im Westjordanland verzeichnet wurden. In diesen beiden Gebieten starben insgesamt 560 humanitäre Helfer in den vergangenen drei Jahren. Allein für 2025 zeigt die Statistik, dass diese Regionen weiterhin die gefährlichsten Einsatzorte darstellen. Auf den weiteren Plätzen folgen der Sudan mit 130 getöteten Helfern und der Südsudan mit 60 Opfern. Im Vergleich zum Vorjahr 2024, als weltweit 383 Helfer getötet wurden, bleibt die Zahl erschreckend hoch, was auf ein anhaltendes Problem hinweist.

Schutzsystem für Helfer ist laut UN zusammengebrochen

„Dies ist keine zufällige Eskalation, sondern das Schutzsystem ist zusammengebrochen“, kritisierte Fletcher in seiner deutlichen Ansprache. Er betonte, dass die Helfer während ihrer Einsätze getötet wurden, oft während sie Hilfsgüter verteilten und in deutlich gekennzeichneten Konvois unterwegs waren. Diese Entwicklung beschrieb er als „Symptom einer gesetzlosen, kriegerischen, selbstsüchtigen und gewalttätigen Welt“. Die Tötung humanitärer Helfer sei darüber hinaus Teil eines umfassenden Angriffs auf die UN-Charta und das Völkerrecht, was die internationale Rechtsordnung fundamental bedroht.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Langfristige Entwicklung und globale Auswirkungen

In den vergangenen drei Jahren sind sogar mehr als 1000 humanitäre Helfer weltweit getötet worden, was eine besorgniserregende Kontinuität der Gewalt gegen Hilfsorganisationen aufzeigt. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Sicherheit von Helfern in vielen Konfliktzonen nicht gewährleistet ist, obwohl sie unter dem Schutz internationaler Abkommen stehen sollten. Die UN mahnt, dass dringende Maßnahmen erforderlich sind, um das Schutzsystem wiederherzustellen und die Sicherheit derjenigen zu gewährleisten, die in Krisengebieten lebenswichtige Hilfe leisten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration