3000 Polizeianwärter in Köln vereidigt: Mützenwurf als Symbol für neuen Lebensabschnitt
3000 Polizeianwärter in Köln feierlich vereidigt

Feierlicher Höhepunkt der Polizeiausbildung in Nordrhein-Westfalen

Ein beeindruckendes Bild bot sich am Mittwoch in der Kölner Lanxess-Arena: Etwa 3000 junge Männer und Frauen, alle in ihren neuen Polizeiuniformen, standen bereit für einen der wichtigsten Momente ihrer beruflichen Laufbahn. Bevor sie ihren Dienst bei der Polizei Nordrhein-Westfalen antreten, wurden sie in einer feierlichen Zeremonie vereidigt.

Traditioneller Mützenwurf als emotionaler Höhepunkt

Der traditionelle Mützenwurf, inspiriert von amerikanischen Abschlussfeiern, bildete den emotionalen Höhepunkt der Veranstaltung. Bevor die Polizeimützen symbolisch in die Lüfte flogen, leisteten die künftigen Beamten ihren Schwur auf das Grundgesetz und die Landesverfassung. Damit bekannten sie sich öffentlich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung Deutschlands.

„Die wehrhafte Demokratie braucht eine gut aufgestellte Polizei und leistungsfähige Sicherheitsbehörden“, betonte Ministerpräsident Hendrik Wüst (50, CDU) in seiner Festrede. Er verwies darauf, dass das Land in den vergangenen Jahren so viele neue Polizisten eingestellt habe wie nie zuvor.

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Polizeiberuf als demokratischer Auftrag

Innenminister Herbert Reul (73, CDU) unterstrich die besondere Verantwortung der neuen Polizeikräfte: „Die Anwärterinnen und Anwärter sind von nun an nicht nur für die Sicherheit im Land verantwortlich, sondern sie sind jetzt auch das Gesicht dieses Staates. Das legt man nach Feierabend nicht einfach ab.“

Reul betonte weiter: „Der Polizeiberuf ist nicht irgendein Nine-to-five-Job, sondern ein demokratischer Auftrag.“ Diese Worte machten deutlich, dass die neuen Beamten eine Rolle übernehmen, die weit über normale Berufstätigkeit hinausgeht.

Anspruchsvolle Auswahlverfahren vor der Ausbildung

Bevor die jungen Menschen überhaupt mit ihrer Polizeiausbildung beginnen konnten, mussten sie mehrere anspruchsvolle Tests bestehen. Neben dem berüchtigten Sporttest gehört dazu auch ein Deutschtest, der für viele Bewerber zur Hürde wird.

Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass in den Jahren 2024 und 2025 ganze 39,3 Prozent der Anwärter den Deutschtest nicht bestanden haben. Diese Zahlen verdeutlichen, wie selektiv das Auswahlverfahren bei der Polizei ist und welche hohen Anforderungen an die sprachlichen Fähigkeiten gestellt werden.

Verdienstmöglichkeiten und Ausbildungsdauer

Die Vergütung während der Polizeiausbildung variiert deutlich zwischen den Bundesländern. In Nordrhein-Westfalen erhalten Auszubildende je nach Lehrjahr zwischen 1.036 und 1.209 Euro monatlich. In Berlin liegt das Gehalt für Polizeimeisteranwärter bei knapp 1500 Euro im Monat.

Nach einjähriger Dienstzeit kommen monatlich 85,39 Euro hinzu, nach zwei Jahren erhöht sich der Betrag auf 170,78 Euro. Bei der Einstellung besteht außerdem Anspruch auf einen Anwärtersonderzuschlag in Höhe von monatlich 880,60 Euro. Die Polizeiausbildung dauert in der Regel zweieinhalb bis drei Jahre und umfasst sowohl theoretische als auch praktische Elemente.

Symbolträchtige Zeremonie mit Diensthundestaffel

Besonders beeindruckend war der Auftritt der Diensthundestaffel während der Vereidigungsfeier. Zwei Polizisten präsentierten gemeinsam mit ihren Vierbeinern auf der Bühne, welche vielfältigen Fähigkeiten und Spezialisierungen innerhalb der Polizei möglich sind.

Die Veranstaltung in der Lanxess-Arena markiert für die 3000 Nachwuchskräfte nicht nur den Abschluss ihrer Ausbildung, sondern gleichzeitig den Beginn einer verantwortungsvollen Tätigkeit im Dienst der Gesellschaft. Der traditionelle Mützenwurf steht dabei symbolisch für den Übergang vom Anwärter zum vollwertigen Polizeibeamten.

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