Tödlicher Streit vor Supermarkt: Polizei sucht mit 5000 Euro Belohnung nach Zeugen
Die Ermittlungen zum gewaltsamen Tod des 15-jährigen Achmed B. in Eckernförde nehmen eine neue Wendung. Nachdem der Jugendliche am Mittwochabend nach einem Streit vor einem Supermarkt ums Leben kam, hat die Staatsanwaltschaft Kiel nun eine Belohnung von 5000 Euro für entscheidende Hinweise ausgesetzt. Die Polizei sucht dringend nach Zeugen, die zur Aufklärung des rätselhaften Verbrechens beitragen können.
Rätselhafte Umstände: Tatort und Fundort drei Kilometer entfernt
Besonders rätselhaft für die Ermittler ist die Tatsache, dass der schwer verletzte Jugendliche nicht am eigentlichen Tatort – dem Rewe-Parkplatz in der Ostseestadt Eckernförde – gefunden wurde, sondern in der etwa drei Kilometer entfernten Straße Schiefkoppel. Zu diesem Zeitpunkt lebte Achmed B. noch. Die entscheidende Frage, die die Ermittler beschäftigt: Schleppte sich der 15-Jährige selbst dorthin oder wurde er von den Tätern an diesen Ort gebracht?
Zeugen berichteten der Polizei von einem verdächtigen Fahrzeug, das kurz nach der Tat vom Supermarkt-Parkplatz weggefahren sein soll. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem Auto und möglichen Tatbeteiligten blieb jedoch bislang erfolglos.
Obduktion soll Todesursache klären
Die Leiche des Jugendlichen befindet sich derzeit in der Gerichtsmedizin in Kiel, wo eine Obduktion die genaue Todesursache ermitteln soll. Parallel dazu hat die Polizei eine Wohnung im Erdgeschoss des Hauses in der Schiefkoppel untersucht und versiegelt. Die Ermittler hoffen, dort weitere Spuren zu finden, die zum Tathergang führen könnten.
Polizei setzt auf digitale Hinweise aus der Bevölkerung
Um das Verbrechen aufzuklären, setzt die Polizei verstärkt auf Hinweise aus der Bevölkerung. Dazu wurde ein spezielles Portal freigeschaltet, auf dem Zeugen ab sofort Videos, Fotos und andere Informationen hochladen können – auch anonym. Die Belohnung von 5000 Euro wird für Hinweise gezahlt, die zur Ermittlung und rechtskräftigen Verurteilung der Tatbeteiligten führen.
Die Ermittler appellieren an die Bevölkerung: Jede noch so kleine Beobachtung könnte entscheidend sein, um die rätselhaften Abläufe auf dem Parkplatz aufzuklären und die Verantwortlichen für Achmeds Tod zu finden.



