Aktivisten klettern auf A100-Brücke – Stadtautobahn für eine Stunde gesperrt
Aktivisten auf A100-Brücke – Stadtautobahn gesperrt

Aktivisten blockieren Berliner Stadtautobahn – Höhenretter im Einsatz

Mitten im morgendlichen Berufsverkehr kam es am Montag zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der Berliner Stadtautobahn A100. Die Polizei sperrte den Abschnitt zwischen Treptower Park und dem Autobahnkreuz Neukölln vollständig, nachdem Aktivisten der Gruppe Neue Generation eine Protestaktion durchgeführt hatten.

Mann klettert auf Schilderbrücke – Transparent entrollt

Ein Mann war nach offiziellen Polizeiangaben auf die Schilderbrücke an der Hatun-Sürücü-Brücke im Bereich der Sonnenallee geklettert und hielt dort ein Transparent hoch. Die Polizei reagierte umgehend auf die Gefahrensituation und sperrte den betroffenen Autobahnabschnitt in beide Fahrtrichtungen. Über ihre Onlineplattform X informierte die Polizei die Öffentlichkeit über die Maßnahmen.

Die Verkehrssperrung führte zu langen Staus im Berufsverkehr rund um das Autobahnkreuz Neukölln. Autofahrer mussten sich auf erhebliche Verzögerungen einstellen, während die Polizei die Situation unter Kontrolle brachte.

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Höhenretter bergen Aktivisten – Zwei Personen in Gewahrsam

Speziell ausgebildete Höhenretter der Polizei mussten den Mann von der Brücke bergen. „Freiwillig habe er die Brücke nicht verlassen wollen“, erklärte ein Polizeisprecher. An der Brücke befand sich zudem eine Frau, die laut Polizeiangaben vermutlich als Unterstützerin fungierte. Beide Personen wurden in Polizeigewahrsam genommen.

Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz wurde eingeschaltet, um die Hintergründe der Aktion zu ermitteln. Insgesamt war die A100 für knapp eine Stunde vollständig gesperrt, bevor der Verkehr wieder freigegeben werden konnte.

Bundesweite Protestaktion – Gruppe warnt vor „Faschismus“

Nach Angaben der Bewegung Neue Generation, die aus der früheren Klimaschutzgruppe Letzte Generation hervorgegangen ist, handelte es sich um eine bundesweite Protestaktion. Neben Berlin gab es demnach auch Aktionen in:

  • Halle/Saale
  • Leipzig
  • München
  • Kassel
  • Potsdam
  • Nordseeinsel Pellworm

Die Aktivisten entrollten Banner mit dem Schriftzug „Wir rasen in den Faschismus – #MerzMafia“. In einer Stellungnahme der Gruppe heißt es: „Unsere Demokratie steht an einem Kipppunkt. Wir brauchen dringend ein Update unseres Systems, um die Zivilgesellschaft gegen den drohenden Faschismus zu stärken.“

Hintergrund: Auflösung der Letzten Generation

Die Letzte Generation hatte sich im Januar 2025 aufgelöst. Aus der ehemaligen Klimaschutzgruppe sind neben der Neuen Generation auch das Widerstandskollektiv hervorgegangen. Die aktuellen Protestaktionen markieren damit eine neue Phase des zivilgesellschaftlichen Protests in Deutschland.

Die Polizei Berlin bestätigte, dass die Ermittlungen zu dem Vorfall an der A100 weiterlaufen. Die genauen rechtlichen Konsequenzen für die beteiligten Aktivisten stehen noch nicht fest.

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