Erneute Blockade vor Rheinmetall-Fabrik in Berlin-Gesundbrunnen
Die Einfahrt zur Rheinmetall-Fabrik im Berliner Stadtteil Gesundbrunnen ist seit Freitagmorgen blockiert. Sieben Aktivisten, die gegen die geplante Munitionsproduktion in den Werkshallen demonstrieren, haben sich vor den Schranken der Einfahrt in der Scheringstraße am Boden festgeklebt. Die Polizei ist mit einem größeren Einsatz vor Ort, um die Situation zu kontrollieren und die festgeklebten Personen zu lösen.
Polizei versucht Aktivisten vom Boden zu lösen
Laut einer Polizeisprecherin haben sich die sieben Personen gegen 8 Uhr morgens sowohl vor die Einfahrt als auch an den Zaun des Werksgeländes geklebt. Die Berliner Polizei versucht derzeit mit speziellen Mitteln, die Aktivisten vom Boden zu lösen, ohne sie zu verletzen. Parallel dazu beobachten Sicherheitsmitarbeiter von Rheinmetall die Situation vor den Fabriktoren.
Bereits zweiter Vorfall innerhalb kurzer Zeit
Es handelt sich bereits um den zweiten Polizeieinsatz bei Rheinmetall in Berlin innerhalb von zweieinhalb Wochen. Erst am 25. März mussten Einsatzkräfte mehrere Personen vom Dach des Fabrikgebäudes holen, die dort protestiert hatten. Der Standort firmiert seit dem vergangenen Sommer offiziell als „Rheinmetall Waffen Munitions GmbH“, allerdings hat die Umstellung der Produktion laut jüngsten Medienberichten noch nicht stattgefunden.
Geplante Munitionsproduktion sorgt für Konflikte
Zukünftig sollen in den Hallen in Gesundbrunnen Bauteile für Artilleriemunition entstehen. Dieser Produktionsbereich hat seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine stark an Bedeutung gewonnen. Die Aktivisten protestieren gegen diese militärische Ausrichtung des Standorts und fordern eine zivile Nutzung der Produktionskapazitäten. Die Polizei geht davon aus, dass die Blockade noch mehrere Stunden andauern könnte, bis alle festgeklebten Personen sicher gelöst sind.



