Amoklauf in Kanada: Polizei identifiziert mutmaßliche Schützin – Neun Tote in Tumbler Ridge
Bei einem tragischen Amoklauf an einer Schule im kanadischen Tumbler Ridge sind neun Menschen ums Leben gekommen, darunter auch die mutmaßliche Täterin. Die Polizei hat die Angreiferin als eine 18-jährige Frau mit psychischen Gesundheitsproblemen identifiziert und bestätigte, dass es sich um eine trans Person handelte. Das Motiv der Tat bleibt weiterhin unklar, während die Ermittlungen andauern.
Einsätze am Elternhaus und Schusswaffen-Beschlagnahmungen
Mehrfach seien Polizeibeamte in der Vergangenheit zum Wohnort der Familie gerufen worden, unter anderem wegen der psychischen Gesundheit der 18-Jährigen. Die Polizei hatte früher Schusswaffen von dort beschlagnahmt, die jedoch auf Antrag des Besitzers wieder zurückgegeben wurden. Am Dienstag um 13.20 Uhr Ortszeit wurde die Polizei über die Schüsse informiert und vermeldete zunächst zehn, später neun Tote.
Opfer und Reaktionen
Unter den Toten befinden sich die Mutter der Schützin und ihr Stiefbruder, die in einem Haus nahe der Schule gefunden wurden. In der Schule starb auch die mutmaßliche Angreiferin an einer selbst zugefügten Verletzung. Mindestens 25 Menschen wurden verletzt. Der kanadische Premierminister Mark Carney reagierte mit Bestürzung, ordnete Staatstrauer an und sagte seine Reise zur Münchner Sicherheitskonferenz ab.
Historischer Kontext und Waffengesetze
Laut kanadischen Medien handelt es sich um den tödlichsten Vorfall dieser Art an einer Ausbildungsstätte seit 1989. In Kanada gibt es deutlich seltener Schusswaffengewalt als in den USA, was Experten auf strengere Waffengesetze zurückführen. Die Stadt Tumbler Ridge, ein Ort von Bergarbeitern und Familien, trauert um die Opfer dieses schrecklichen Ereignisses.



