Antisemitischer Angriff auf israelisches Restaurant in München: Staatsschutz ermittelt
Angriff auf israelisches Restaurant in München: Staatsschutz ermittelt

Antisemitischer Angriff auf israelisches Restaurant in München: Staatsschutz ermittelt

In der Nacht zum 10. April 2026 hat es in München einen schwerwiegenden Angriff auf ein israelisches Restaurant gegeben. Unbekannte Täter beschädigten die Fensterscheiben des Lokals in der Maxvorstadt und warfen pyrotechnische Gegenstände hinein. Die Polizei geht nach aktuellen Ermittlungen von einem antisemitischen Tatmotiv aus und hat den Staatsschutz eingeschaltet.

Details zum Vorfall und Polizeieinsatz

Gegen 00.45 Uhr erhielt die Einsatzzentrale der Polizei einen Anruf, der über drei laute Knallgeräusche an dem Restaurant berichtete. Eine sofort entsandte Streife stellte vor Ort fest, dass die Fensterscheiben an drei Stellen gewaltsam beschädigt worden waren. Polizeisprecher Tobias Schenk betonte die politische Brisanz des Falls, da die Betreiber des Restaurants jüdischen Glaubens sind. Der Sachschaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt, verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Art der verwendeten Pyrotechnik und die genauen Umstände des Angriffs. Der Staatsschutz ist involviert, wobei die Polizei betont, in alle Richtungen zu ermitteln. Bisher konnten die Täter nicht gefasst werden, und es liegen keine Hinweise auf direkte Drohungen vor dem Vorfall vor.

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Reaktionen des Restaurantbetreibers und lokale Auswirkungen

Grigori Dratva, Schwager des Betreibers und Mitarbeiter des Lokals, äußerte sich bestürzt, aber entschlossen. "Wir haben uns eigentlich in München immer sehr sicher gefühlt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Trotz des Angriffs kündigte er an, das Restaurant bereits am Morgen nach dem Vorfall wieder zu öffnen: "Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir machen auf."

Dratva vermutet ein politisch motiviertes Verbrechen, da das Restaurant als sichtbares israelisches Lokal ein mögliches Ziel darstellt. Diese Einschätzung teilt mittlerweile auch die Polizei, die den Angriff als antisemitisch einstuft. Der Vorfall hat in der Münchner Gemeinschaft Besorgnis ausgelöst und wirft Fragen zur Sicherheit jüdischer Einrichtungen in der Stadt auf.

Hintergrund und weitere Entwicklungen

Das Restaurant war bis 23.00 Uhr am Vorabend geöffnet gewesen, und es gab keine Vorfälle oder Warnungen. Die Polizei prüft weiterhin alle Spuren und bittet um Zeugenaussagen. Aufgrund der sensiblen Natur des Themas und mehrerer Verstöße gegen Community-Richtlinien hat die Redaktion entschieden, die Kommentarfunktion unter diesem Artikel zu schließen.

Dieser Angriff unterstreicht die anhaltende Bedrohung durch antisemitische Gewalt in Deutschland und die Notwendigkeit verstärkter Schutzmaßnahmen. Die Ermittlungen des Staatsschutzes laufen auf Hochtouren, um die Täter schnellstmöglich zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen.

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