Schweriner Einzelhändler setzen Kontrapunkt: Magazin „Schweriner Unikate“ präsentiert 34 besondere Läden
Schweriner Unikate: Magazin zeigt 34 besondere Läden der Altstadt

Schweriner Einzelhändler setzen bewusstes Zeichen gegen Späti-Debatte

Während in der Schweriner Innenstadt zuletzt die Diskussion um die zunehmende Dichte an Spätverkaufsstellen und die damit verbundenen Probleme wie nächtlicher Lärm, Müll und Feiern bis in die Morgenstunden Fahrt aufgenommen hat, setzen lokale Geschäftsinhaber nun ein deutliches Kontra. Mit dem neu erschienenen Magazin „Schweriner Unikate“ wollen sie zeigen, was die Altstadt der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns jenseits der bunten Late-Night-Shops wirklich ausmacht und prägt.

Neues Projekt rückt individuelle Orte und ihre Menschen in den Fokus

Vor dem Hintergrund der Frage, was die Innenstadt eigentlich auszeichnet und welche Elemente erhalten bleiben sollen, haben sich zahlreiche innerstädtische Geschäftsinhaber zusammengeschlossen. Gemeinsam mit dem Citymanagement der Stadt Schwerin realisierten sie das besondere Projekt des handlichen A6-Formats. „Diese einzigartigen Geschäfte und die Menschen dahinter sind das gewerbliche Herz unserer Innenstadt. Mit dem liebevoll gestalteten Heft möchten wir genau dieses Besondere sichtbar machen – der Titel ‚Schweriner Unikate‛ ist dabei Programm“, erklärt Schwerins Citymanager Stefan Purtz.

34 Stationen: Von traditionsreichen Läden bis zu kreativen Ateliers

Die Broschüre umfasst insgesamt 34 Stationen, die Besucher und Einheimische auf einem Rundgang durch die Innenstadt führen. Darunter finden sich:

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  • Traditionsreiche Einzelhandelsgeschäfte mit langer Historie
  • Modische Boutiquen mit individuellen Kollektionen
  • Gemütliche Cafés mit regionaler Spezialitäten
  • Kreative Ateliers und handwerkliche Werkstätten

Jede Adresse wird auf zwei Seiten ausführlich porträtiert, ergänzt durch ansprechende Fotos und englische Übersetzungen für internationale Gäste. Ein illustrierter Stadtplan sowie praktische QR-Codes erleichtern die Orientierung – sowohl vor Ort als auch digital.

Handliches Format mit starker Aussagekraft

Gestaltet wurde das Heft vom Schweriner Grafiker und Illustrator Martin Molter, der für eine ansprechende und informative Aufmachung sorgte. Finanziert und initiiert wurde das Projekt maßgeblich von den teilnehmenden Betrieben selbst, koordiniert durch das engagierte Citymanagement. Die Erstauflage umfasst 10.000 Exemplare, die künftig kostenfrei in den porträtierten Geschäften sowie in der Tourist-Information am Markt erhältlich sein werden. „In regelmäßigen Abständen wollen wir weitere Geschäfte aus Schwerin in diesem Format vorstellen“, so Citymanager Purtz zu den Zukunftsplänen.

Statement für das historische Stadtbild Schwerins

Die neue Broschüre fungiert als kleiner, aber feiner Stadtführer und gleichzeitig als deutliches Statement für das, was viele Bürger und Händler in Schwerin bewahren möchten. Während Kommunalpolitiker zuletzt eine Begrenzung weiterer Späti-Neueröffnungen forderten und Händler sich um das historische Ambiente im Unesco-Kernbereich sorgten, verwies die Stadtverwaltung auf juristische Hürden bei Obergrenzen oder Verboten.

Umso wichtiger ist es nun, die Innenstadt von Schwerin wieder ins rechte Licht zu rücken. Historische Gebäude und verwinkelte Kopfsteinpflastergassen laden zum Entdecken und Verweilen ein. Neben großen Handelsketten prägen nach wie vor inhabergeführte Geschäfte und individuelle Gastronomiebetriebe das Stadtbild – Orte, an denen Kreativität, Persönlichkeit und echtes Engagement spürbar sind. Mit „Schweriner Unikate“ erhalten diese besonderen Adressen die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.

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